Tennis

Die ersten Netzangriffe rücken näher

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Noch hängt der Ball im Netz fest: Die Tennisspieler dürfen zwar wieder auf die Plätze – ein Wettkampfbetrieb ist vorerst aber nicht möglich. 

Hessens Tennisplätze dürfen seit dem 9. Mai wieder bespielt werden. 

Vorerst aber nur für den Freizeitsport, denn ein Wettkampfbetrieb wird erst einmal nicht möglich sein.

VON MARK SLEZIONA

Hersfeld-Rotenburg – Natürlich sind auch im Tennissport Auflagen zu erfüllen, um die Gesundheit der Sportler bestmöglich zu schützen.

Das Tennisspiel muss demnach kontaktfrei, an der frischen Luft, mit 1,50 Meter Mindestabstand und unter Berücksichtigung der Hygieneregelungen erfolgen. Einzel, Doppel, Vierer-Training, sogar Hallennutzung sind erlaubt. Umkleiden und Duschen indes müssen geschlossen bleiben.

Die Gastronomie darf seit 15. Mai den Betrieb wieder aufnehmen. Jeder Verein hat ferner einen Corona-Beauftragten zu stellen. Dieser soll zuständig sein für die Einhaltung und Umsetzung der behördlichen hygienischen Auflagen.

Der Hessische Tennisverband (HTV) hofft auf weitere Lockerungen bis Juni und plant mit einem Medenrundenstart ab 15. Juni. Mit Aussparen der Sommerferien soll der Teamwettbewerb spätestens am 27. September enden. Vorsorglich hat der Verband die Wettspielordnung für diese Saison angepasst. Diese sieht Auf-, jedoch keine Absteiger vor. Selbst Mannschaften, die in diesem Jahr an keiner Teamtennisrunde teilnehmen möchten, sollen im Folgejahr wieder der gleichen Spielklasse zugeordnet werden.

Für einen Mannschaftsrückzug bis 24. Mai wird zudem kein Ordnungsgeld erhoben. Da die Vereine noch nicht wissen, ob sich eine Mannschaftsmeldung lohnt, weil ein Wettspielbetrieb noch nicht feststeht, hat der sogenannte erweiterte Sportausschuss des HTV in § 54 Ziff. 2 der Wettspielordnung eine Hintertür eingebaut: Sah die Wettspielordnung bislang für jedes Nichtantreten von Mannschaften ein Ordnungsgeld vor, so müssen Vereine in diesem Jahr nicht mit einer Geldstrafe rechnen, sofern sie Gegner und Spielleiter rechtzeitig über das Nichtantreten informieren.

Die namentliche Meldung kann sogar bis zum 31. Mai noch verändert werden. Auch die Spiellizenzverwaltung ist bis Ende Mai verlängert. Ein weiteres Zugeständnis ist die höhere Flexibilität von Spieltagverlegungen außerhalb des 14-Tage-Rahmens.

Besonders ist sicherlich das ersatzlose Streichen des §45 Ziff. 1 der Wettspielordnung. Dieser legte bislang fest, dass ein Spieler an einem Tag nur an einem Mannschaftswettbewerb teilnehmen darf. Nunmehr kann ein Spieler an einem Spieltag also auch für mehrere Mannschaften spielen. Der HTV will in seiner geplanten nächsten Sitzung am 2. Juni über weitere Rahmenbedingungen entscheiden.

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