Fußball-Kreisoberliga

Hohe Luft will sich erst einmal etablieren

Fußball-Kreisoberliga, Hohe Luft, Jan Nöding
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Könnt ihr mich hören: Der junge Jan Nöding trainiert mit Sascha Baumert den FSV Hohe Luft.

Mit einem Trainer-Duo, einem neuen Torwart und viel Respekt geht Fußball-Kreisoberligist FSV Hohe Luft in die neue Spielzeit.

Wir wollen jetzt nicht die Geschichte vom verflixten zweiten Jahr erzählen. Doch genau das steht den Fußballern des FSV Hohe Luft in der Kreisoberliga bevor. Und die Hersfelder gehen es mit Respekt an. Das Trainer-Duo Sascha Baumert, Jan Nöding sowie Abteilungsleiter und FSV-Urgestein Timo Reidt halten deshalb die Bälle flach.

„Ich tue mich schwer, ein Saisonziel zu formulieren, das ich an einem Tabellenplatz festmache“, sagt Jan Nöding, der mit seinen 24 Jahren der jüngste Coach der Kreisoberliga ist. „Wir wollen konstanter in unseren Leistungen werden und uns in der Liga etablieren. Wir wissen ja alle, was es mit dem zweiten Jahr auf sich hat“, sagt der eloquente junge Mann, der um einiges reifer daherkommt, als es die Geburtsdaten seines Ausweises hergeben.

Gemeinsam mit Sascha Baumert will er den FSV nicht nur sportlich auf Kurs halten, sondern auch dafür sorgen, dass das Image des Hersfelder Klubs weiter aufpoliert wird. „Wir wissen, was die Leute teilweise über uns denken. Deshalb wollen wir noch mehr Kultur reinbringen. Wir werden sportlich immer das Beste gebe, aber wollen uns auch in der Niederlage gut benehmen“, sagt er. Seinen Trainerkollegen Baumert – zurzeit des Gesprächstermins noch in Urlaub – bezeichnet er als den Leitwolf des Teams. Sich selbst sieht er eher als denjenigen, der für Trainingsaufbau und taktische Dinge zuständig ist. Sorgen, dass man ihn als 24-Jährigen vielleicht nicht den nötigen Respekt entgegenbringen könne, sieht Nöding nicht. „Mit mir kann man Spaß haben, aber es gibt auch klare Regeln und Konsequenzen, wenn diese nicht befolgt werden“, sagt der Student der Sozialpädagogik in Kassel.

Seit Ende Juli sind die Hersfelder im Training – drei Wochen bleiben noch bis zum Saisonauftakt, der dem FSV am Freitag, 4. September, zunächst das Auswärtsspiel beim Aufsteiger Ausbach/Friedewald beschert. Durchwachsen sei die Vorbereitung bislang verlaufen. Einige Spieler seien noch in Urlaub, andere arbeiten im Schichtdienst. „Außerdem sieht man ganz deutlich, dass die Jungs die Corona-Pause sehr unterschiedlich verbracht haben“, sagt Abteilungsleiter Timo Reidt. Soll im Klartext heißen: Nicht alle Spieler sind zum Trainingsauftakt in einer Verfassung auf Kreisoberliga-Niveau erschienen.

„Wir haben noch große Schwankungen im Kader, was den Fitnesszustand der Jungs anbelangt“, sagt auch Nöding. Deshalb haben die Coaches bislang erst einmal versucht, ein gewisses konditionelles Grundniveau herzustellen. „Die Fitness ist das A und O. Wir können eine junge, dynamische Mannschaft sein. Aber dafür muss die Fitness vorhanden sein“, stellt der 24-Jährige klar.

Potenzial ist im Kader durchaus vorhanden. Von Torhüter Dominik Zimmer, der vom FV Friedlos gekommen ist, schwärmen Nöding und Reidt schon jetzt. Kapitän Dominic Eyerich, Christian Dick, Harry Braun sowie die Torjäger Tim Hartwig und Johann Eirich sollen die Fixpunkte des Teams sein.

„Wir können jeden Gegner schlagen – aber auch gegen jeden verlieren“, meinen Nöding und Reidt. Und gehen deshalb mit viel Respekt ins zweite Kreisoberliga-Jahr.

Von Sascha Herrmann

Christian Dick soll dem Spiel der Hohe Lufter auch in der nächsten Saison seinen Stempel aufdrücken.

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