Fußball-Gruppenliga

Ersatzgeschwächte SG Festspielstadt/SpVgg. verliert 1:4

Anweisungen vom Spielfeldrand: Hersfelds Spielertrainer Roman Prokopenko im Freitagsspiel gegen Rothemann. Am Sonntag in Bad Soden musste er selbst das Trikot überstreifen und 55 Minuten spielen – die Personaldecke war dünn.

Bad Hersfeld. Der guten Nachricht von Freitag folgte die eiskalte Dusche am Sonntag: Mit 1:4 (1:1) unterlag Fußball-Gruppenligist SG Festspielstadt/SpVgg. Hersfeld der SG Bad Soden.

Nicht allein die Tatsache, beim ungeschlagenen Tabellenführer antreten zu müssen, bereitete den Hersfeldern im Vorfeld Kopfschmerzen. „neun Stammspieler haben gefehlt“, erklärte Betreuer Helwig May anschließend das Dilemma der Elf von Spielertrainer Roman Prokopenko, bei der sich im Lauf des Samstags mehrere Spieler erkrankt abgemeldet hatten. „Grippe-Symptome. Sowas habe ich noch nicht erlebt“, kommentierte May.

Das Rumpfaufgebot schlug sich da zunächst wacker. Die Gäste gingen sogar in Führung. Niko Pepik, schon am Freitag gegen Rothemann zweifacher Torschütze, schob nach einem über die Abwehr gechippten Ball nach 28 Minuten zum 0:1 ein.

Der Ausgleich ärgerte die Hersfelder. „Es war ein zweifelhafter Elfmeter“, sagte Helwig May über die Szene, die zum Ausgleich vom Punkt durch Fiorentino (34.) führte.

Nach der Pause machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar, die Sodener hatten nun Übergewicht und setzten das auch in Tore um. Benedikt Kreß köpfte nach Pass von Ehlert und Flanke von Krapf das 2:1. Sieben Minuten später führte eine Kombination des exakt selben Trios zum 3:1 – das Spiel war entschieden. Kreß betätigte sich mit seinem Pass auf Emre dann noch als Vorlagengeber zum 4:1. May: „Der Sieg vom Freitag war wichtiger, selbst in Bestbesetzung wäre es hier schwer geworden.“

Festspielstadt: Brunner – Pavic, Emmerich, Pepik (67. Crawford), Muschner, El Ouariachi (90. Savolainen) Ebinger, Schlensog, Kahya, Müller-Siebert, R. Prokopenko (55. P. Prokopenko).

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