Handball-Landesliga

Endspiel in der Geistalhalle

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Der TV Hersfeld – hier Andy Krause beim Torwurf – will am Samstag im Topduell den Spitzenreiter Melsungen II ärgern.

Bad Hersfeld. Eines ist sicher: Wenn die MT Melsungen als Spitzenreiter dieses Spiel gewinnen sollte, dürfte der kommende Meister so gut wie feststehen. Gewinnt aber der TV Hersfeld am Samstag (18.30 UHr), wird der Endspurt der Serie noch einmal richtig spannend. Für Dragos Negovan, den Trainer des TV Hersfeld, könnte der Reiz dieses Finalspiels am Samstag nicht größer sein: „Darauf wartet doch jeder Spieler.“

Der Gegner

Die Reserve des Bundesligisten ist souveräner Spitzenreiter mit 38:2-Punkten, hat vier Punkte Vorsprung vor dem TVH (34:5). Sie ist ungeschlagen – die Minuspunkte resultieren aus zwei Unentschieden gegen Baunatal und Großenlüder. Das 30:30 gegen den Dritten war am 28. Oktober, seitdem gar es nur noch Siege. Aber Achtung: Melsungen tat sich zuletzt schwer, kam gegen Dittershausen zu einem knappen 24:22-Erfolg.

Das Hinspiel

Zahlreiche Fans aus Bad Hersfeld waren im November mit nach Melsungen gereist. Sie sahen in der ersten Hälfte ein echtes Debakel. Auch Negovan hat keine guten Erinnerungen an diese Partie: „Wir haben im Angriff zu viele Chancen vergeben. Und dann den Gegner zu vielen einfachen Toren eingeladen.“ Das ging bis zur 40. Minute so. 14:27 stand es aus Sicht des TVH. Spieler wie Gisbrecht oder Torhüter Meyfarth zeigten bärenstarke Leisungen, während die Hersfelder, bei denen Andy Krause fehlte, nicht annähernd Normalform erreichten. Doch dann schien sich eine Wende anzubahnen. Tor um Tor holten die Hersfelder auf – die Melsunger schienen platt zu sein. Doch Rückstand war aber einfach zu groß. 29:33 endete das Spiel aus Hersfelder Sicht. Die Schlussphase stimmte ein bisschen versöhnlich. Und macht Hoffnung.

Der TV Hersfeld

Hat sich von der 30:38-Niederlage gegen die HSG Baunatal vor gut drei Wochen wieder erholt. „Schade, dass wir dieses Spiel verloren haben. Der Finalcharakter wäre bei einem Sieg von uns noch größer gewesen“, sagt Negovan. Nichtsdestotrotz haben die Hersfelder durch die Erfolge in Dittershausen (33:27) und in Großenlüder/Hainzell (38:35) wieder neuen Mut geschöpft. „Mit dem Sieg in Großenlüder haben wir auch schon die Frage geklärt, wer Dritter wird“, sagt Negovan. Und der scheidende TVH-Coach ergänzt mit einem Lächeln: „Wir nicht.“ Das Feld hinter dem Führungsduo ist lang und umfasst Großenlüder, Wanfried, Fuldatal, Baunatal und Rotenburg.

Das Personal

Bis auf Jonathan Kromm – er war zuletzt angeschlagen – sind alle Mann bei den Hersfelder an Bord. Und fit. Die Trainingsbeteiligung in den letzten Wochen war top. „Fat alle waren da, am Dienstag waren wir 14“, erzählt Negovan. Am Donnerstag wird der TVH-Coach das Team mit einem Video auf das Spitzenspiel einstimmen: „Die Mannschaft ist richtig heiß auf den Samstag. Wenn wir eine gesunde Aggressivität an den Tag legen, haben wir gute Chancen.“ 

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