Endspiel-Charakter in Oberaula

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Jetzt geht’s ums Ganze: Die Aulataler Simon Müller (links) und Adrian Veapi (rechts) – hier gegen den Dittlofröder Andreas Kircher – erwartet heute ein „Endspiel“ um den Aufstieg in die Gruppenliga. 

In der Relegation zur Fußball-Gruppenliga ist die zweite Mannschaft des Hünfelder SV am Freitag zu Gast in Oberaula. Anstoß: 18.30 Uhr. Oberaula muss gewinnen, um aufzusteigen.

Mag sein, dass den Fußballern der SG Aulatal die Partie vom Dienstag in Ulmbach noch in den Knochen steckt. Ein 1:1 erreichten sie dort in ihrem ersten Spiel der Dreier-Aufstiegsrunde zur Gruppenliga – am Freitagabend aber geht es schon weiter: Die zweite Mannschaft des Hünfelder SV ist zu Gast in Oberaula, Anstoß: 18.30 Uhr.

„Es gibt schlechtere Ausgangslagen als das 1:1“, sagte Fabian Lepper nach dem Spiel in Ulmbach. „Wir haben alles in eigener Hand“, fügte der Keeper hinzu, der sein Team mit einer tollen Abwehraktion am Leben erhalten hatte. Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit rettete er gegen Patrick Müller II in einer Eins-gegen-eins-Situation bravourös. „Und mit ’nem bisschen Glück geht das Ding von Adi rein“, schob er nach; er meinte Adrian Veapis Chance wenige Minuten zuvor, als der Sohn des Trainers Ernest zu überrascht schien und sein Flachschuss knapp vorbeiging.

Aulatals Kapitän Daniel Weber bewertet die Ausgangslage ähnlich. „Der eine Punkt ist viel wert. Mund abwischen und weiter. Wir wollen gewinnen am Freitag.“ Der Kapitän weiß, dass die SG Aulatal, deren Spiel auf stimmigem Defensivverhalten basiert, im Ballbesitz mehr tun muss, um die Rückkehr in die Gruppenliga zu realisieren. Hünfelds Zweite ist jetzt der Gegner, der zum Auftakt der Dreierrunde mit 2:0 gegen Kressenbach/Ulmbach gewann. Manuel Kröning und Aaron Gadermann waren die Torschützen. Hünfeld II wird vom Steinbacher Johannes Helmke trainiert; im Team steht mit Sebastian Gensler ein leichtfüßiger Fußballer mit gutem Auge.

Neben den Nachwuchskräften Jan-Luca Göbel, dem Sohn des Kirchhaseler Größe Bernhard, Gadermann und Sebastian Körner sowie dem hessenligaerfahrenen Daniel Kornagel (Veapi: „Ihn kannst du kaum ausschalten“), der sein letztes Spiel für den HSV absolviert, gibt es ein Wiedersehen mit Christian Eckhardt, der fußballerisch bei der TSG Oberaula groß wurde. Dass seiner Mannschaft ein 1:0 zum Aufstieg in die Gruppenliga genügt und dass der Vergleich Endspiel-Charakter besitzt, das hat für Ernest Veapi nicht die oberste Priorität.

„Liebend gerne würde ich ein 1:0 nehmen, aber du kannst nicht auf Ergebnis spielen. Das funktioniert im Fußball nicht“, sagt der Coach, der am Dienstag aus privaten Gründen verhindert war. Dass manche seiner Jungs nach langen Anreisen nicht pünktlich wie gewohnt vor dem Spiel ankamen und die schwüle Witterung ihr Übriges tat – auch das wird heute Abend anders, die Vorbereitung wird eine bessere sein. „Die Jungs sind heiß. Und die Chance ist da“, fügt Veapi an, „der Punktgewinn in Ulmbach wird unserer Mannschaft Auftrieb geben, damit die Spieler alles reinhauen.“

Einen Wunsch hat der Trainer. „Ich hoffe, dass die Region hinter uns steht und viele Zuschauer kommen. Das hätte die Mannschaft nach dieser Saison verdient.“ Personell sieht es gut aus auf Aulatals Seite: Der zuletzt beruflich verhinderte Paul Kozik kehrt zurück, Philipp Rehbaums Einsatz ist offen. Auch Daniel Schwarz’ Oberschenkel scheint zu halten. Und die Kraft sollte nicht zum Problem werden.

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