Eiterfelds erster Stresstest am Sportfest 

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Erfahrene Kraft – junge Kraft: Der Zweite Vorsitzende Volker Hilpert (links) und Kicker Julius Herber. 

Fußball-Gruppenligist Eiterfeld präsentierte sich in guter Form beim Sportfest und gewann gegen die Festspielstadt mit 2:1.

Eiterfeld – Es tut sich einiges im Eiterfelder Fußball. Ein großzügig angelegtes Multifunktionszelt ist seit geraumer Zeit aufgebaut hinter dem Eingangs-Tor der Sportanlage „Am Hain“. Künftig sollen hier Pressekonferenzen stattfinden beim Gruppenliga-Aufsteiger.

Am frühen Samstagabend im Anschluss an das Blitzturnier war dies bereits der Fall. August Klee, einst Förderer des Traditionsvereins Borussia Fulda und seit einem Jahr Platzansager in Eiterfeld, übernahm den Job des Moderators. Er tat dies mit einem gewissen Charme und übte sich in Kurz-Interviews mit den Trainern Dominik Weber vom Turniersieger Hünfeld, mit Sedat Gören von der SG Barockstadt – und natürlich mit dem neuen Coach der SG Eiterfeld/Leimbach, Ante Markesic.

Der sah, wie sich sein Team im Blitzturnier gegen höherklassige Konkurrenten behaupten musste. Und das tat es bemerkenswert. Vor allem im Auftaktspiel gegen Hünfeld (0:1), als es defensiv prima arbeitete, die Räume im Zentrum gut verengte – und in Kapitän Simon Schilling einen herausragenden Innenverteidiger stellte.

Der gab sich als Anführer, wirkte schon nach gut einer Woche der Vorbereitung wesentlich fitter als im vergangenen Spieljahr, bewies tolles Stellungsspiel und wartete mit extrem guter Zweikampfquote auf. „Antes Training ist sehr hart“, bemerkte Schilling, „aber er macht alles mit dem Ball“. Markesic entgegnete nur: „Man hat gesehen, dass wir gut stehen. Und Simon weiß, dass er so spielen muss, wenn wir so verteidigen wollen.“

Unterdessen reihte sich ein Anderer in die Zugangsliste des Gastgebers ein: Kevin Kurz. „Ich kenne Ante Markesic ja noch aus Asbacher Zeiten“, sagte der 24-Jährige. Was neue und alte Qualität betrifft, bemerkte er knapp: „Ante ist im Vergleich zu früher nicht schlechter geworden.“ Wichtig sei für sein neues Team nur, dass es die Klasse halte. Alles andere sei Bonus.

Stresstest, zweiter Teil, war für den Gruppenliga-Aufsteiger der Test gegen die SG Festspielstadt, der 2:1 endete – aber 10:4 hätte ausgehen können. Eiterfeld/Leimbach reagierte erstaunlich gut auf die Belastung des Vortags, bot eine starke erste Halbzeit, drückte den Gegner an die Wand, brachte Tempo und Ansätze von Aggressivität ins Spiel, bei dem Sarvan und Zugang Wollny erstmals mitwirkten. Und Manuel Schmidt, Neuer aus Hillartshausen, deutete als Innenverteidiger an, was er drauf hat. „Es war gut, was die Jungs nach einer Woche gezeigt haben. Aber davon ist noch keiner Weltmeister geworden. Ich denke schon, dass wir in der nächsten Serie eine sehr, sehr gute Rolle spielen werden“, lautete Makesic’ Urteil.

Sein Team tritt am Mittwoch im Pokal in Nüsttal an, am Wochenende folgt ein Trainingslager in Kirchhain. Derweil interviewte August Klee mit Leon Pomnitz einen „Eiterfelder Jung“. Es tut sich etwas in Eiterfeld. Auch wenn es dafür (noch) keine Punkte gibt.

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