Die Nachspielzeit

Eintracht-Leid, Fußball-Finals und FSG-Bangen

Um Eintracht Frankfurt, den heimischen Fußball und das Ende der Handballsaison geht es in unserer Nachspielzeit.

Was für eine Woche! Sagen die, die den Fußball im Fernsehen verfolgt haben. Was für irre Spiele waren das!

Zuallererst gehört unsere Hochachtung der Mannschaft von Eintracht Frankfurt. Wie sie durch die Europa League gestürmt ist und dann denkbar unglücklich im Elfmeterschießen gegen Chelsea das Finale verpasste – das lässt auch diejenigen mitfühlen, die es sonst nicht mit der Eintracht halten. Wir rufen einmal runter nach Südhessen: Ihr wart die einzige deutsche Mannschaft, die international richtig Spaß gemacht hat diese Saison!

Und schauen fasziniert noch einmal auf die Tore, die an den Abenden zuvor der FC Liverpool gegen Barcelona sowie Tottenham und Ajax Amsterdam erzielt haben. Ohne parteiisch zu werden: So sehr der Liverpooler Triumph begeistert, so sehr schmerzt das Aus für Amsterdams Offensivzauberer. Nun gibt es zwei rein englische Europapokalendspiele. Ein Ausdruck von Dominanz.

Dominanz war auch im heimischen Fußball angesagt. Die SG Wildeck hat die Meisterschaft in der Kreisliga A 1 souverän eingetütet, während die Verfolger auf der Zielgeraden noch um die Relegationsplätze ringen. Apropos Relegation: Wir erinnern uns an die Partien im vergangenen Sommer. Und finden, es kann dort so dramatisch weitergehen, wie wir es zuletzt im Fernsehen gesehen haben.

Beendet ist die Saison der heimischen Handballer – fast jedenfalls. Während die Männer des TV Hersfeld ebenso zufrieden Bilanz ziehen wie die Frauen, die als Aufsteiger sicher in der Landesliga blieben, formulieren die Landesliga-Absteiger der HSG Werra WHO trotzig das Ziel, wieder anzugreifen. Zur Hängepartie wird der Saisonausklang dagegen für die FSG Waldhessen. Der Frauen-Landesligist muss auf die Resultate in anderen Klassen schauen, bevor über Klassenerhalt oder Abstieg entschieden ist. Ein Zustand, den man keinem Sportler wünscht.

Gewünscht haben sich dagegen sicherlich die jüngsten Handballer des TVH, mal mit einem „richtigen Profi“ zu trainieren. Julius Kühn vom Erstligisten MT Melsungen leitete ein Training des Nachwuchses – und hat diesen dabei mit Sicherheit begeistert.

Schönes Wochenende!

Dramatische Zeiten zum Saison-Ausklang

VON RAINER HENKEL

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