Eine schlagkräftige Truppe: Die Kickboxer aus Oberaula

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Die Kickboxmannschaft der TSG Oberaula mit von links Toni Soller, der Deutschen Vizemeisterin im Leichtkontakt, Alea Soller, Mara Schmidt, Christian Bruhn und Sascha Korth. 

Bei der  TSG Oberaula hat sich die Kickbox-Abteilung in den vergangenen Jahren etabliert. Und kann mittlerweile beachtliche Erfolge vorweisen.

Auslöser war Sascha Korth, der bei Kampfsport-Ass und Wako-Weltmeister Michael Möller aus Bad Hersfeld trainiert und im Jahr 2014 in der Fitnessabteilung der TSG Oberaula die Sparte Kinderkarate einrichtete.

Über die folgenden Jahre kam eine Jugend- und Erwachsenengruppe mit Karate und Kickboxen hinzu. In 2018 begann man an ersten Kickbox-Turnieren teilzunehmen, erzielte erste Erfolge und schnell wurde klar: „Wir wollen mehr“. Folglich wurde härter und intensiver trainiert, aktuell zwei bis dreimal pro Woche, direkt vor Wettkämpfen auch noch mehr. Das allerdings nur, wenn Schule oder Beruf darunter nicht leiden.

Gute Platzierungen bei einem Turnier in Coburg zu Beginn diesen Jahres sorgten dafür, dass die Techniken, die Kampftaktik sowie die individuelle Kondition der einzelnen Kämpferinnen und Kämpfer weiter gestärkt wurden und die Truppe war für Ihr nächstes zweitägiges Turnier in Battenberg (Eder) und Frankfurt am Main gut vorbereitet. Hier erzielten alle Kämpfer Podiumsplätze, Christian Bruhn glänzte mit seinem ersten Platz im Leichtkontakt in seiner Klasse.

Beflügelt von den Erfolgen entwickelte sich eine immer stärker werdende Eigendynamik und das Team beschloss, die Deutschen Meisterschaften in Angriff zu nehmen. Die notwendigen Startberechtigungen erkämpfte man sich durch Podiumsplätze auf den Qualifikationsturnieren der Bezirks- und Hessenmeisterschaften.

An der Deutschen Meisterschaft der „WAKO Deutschland“ am 1. und 2. Juni 2019 in Coburg nahmen rund 700 Wettkämpfer in unterschiedlichen Disziplinen teil. Die sechzehnjährige Alea Soller, die als Hessenmeisterin der Disziplin Pointfighting bei den Jugendlichen und Junioren angetreten war, konnte hier aber nicht an diesen Erfolg anknüpfen und unterlag ihrer zu starken Gegnerin. Dafür lief es im Leichtkontakt wesentlich besser. Nach den Vorkämpfen hier konnte sie sich für das Finale qualifizieren. Ihre international erfahrene Gegnerin war für dieses Mal noch zu stark, so dass sich Alea „nur“ mit dem hervorragenden und nicht erwarteten Titel der Deutschen-Vize-Meisterin 2019 schmücken darf.

Bei den Kämpfen der Erwachsenen startete Toni Soller im Leichtkontakt der Masterclass über 94 kg. Dort erwartete ihn im Kampf der gleiche Gegner wie auf der Hessenmeisterschaft. Während er dort noch das Nachsehen hatte, konnte er diesmal den Spieß umdrehen und seinen Gegner in einem harten Kampf besiegen. Durch diesen Sieg zog er ins Halbfinale ein. Aufgrund des kräftezehrenden vorhergehenden Kampfes musste er sich leider im Halbfinale seinem Gegner geschlagen geben. In der Entwertung konnte er den dritten Platz auf der Deutschen Meisterschaft in seiner Klasse erreichen.

Insgesamt waren die Oberaulaer Kickboxer mit ihrem Abschneiden hoch zufrieden und bedanken sich besonders bei Andreas Riem und seinem KSC Schwalmstadt. „Ohne diese Unterstützung wären diese Erfolge nicht möglich gewesen“, sagte Sascha Korth. Bei ihm kann man sich auch melden, wenn man mehr erfahren oder der Gruppe beitreten will unter der Telefonnummer 0172-3788438

Bernd Löwenberger

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