Bezirksoberliga: Landeck/Hauneck erwartet am Sonntag Werra WHO zum Derby

Handball-Derby wird zur Willenssache

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Trug auch schon das Schenklengsfelder Trikot: Sebastian Schramm (vorn) von der HSG Werra WHO. Hinten Schenklengsfelds Benjamin Apel.

Schenklengsfeld. Am Wochenende gibt es nur ein Spiel in der Handball-Bezirksoberliga der Männer: Das Derby zwischen der HSG Landeck/Hauneck und der HSG Werra WHO am Sonntag in der Sporthalle in Schenklengsfeld. Die Partie wird um 17 Uhr angepfiffen - es sei denn, die Deutsche Handballnationalmannschaft erreicht bei der EM in Polen das Finale. Dann erfolgt der Anpfiff um 15 Uhr. Public Viewing wird in Schenklengsfeld in jedem Fall angeboten.

Es ist das ewige Duell zweier alter Rivalen. Im Vorfeld lässt die Tabellensituation auf zwei gleichstarke Mannschaften schließen. Landeck/Hauneck liegt auf Rang acht mit 12:16 Punkten, nur zwei Plätze vor ihr die WHO auf Rang sechs mit 13:15 Zählern.

Beide Teams beendeten ihre Spiele am vergangenen Wochenende mit einem positiven Resultat. Die WHO trotzte dem Favoriten Gensungen/Felsberg ein Remis ab, Landeck/Hauneck gewann beim 31:26 gegen Böddiger das erste Spiel in diesem Jahr. Neben dem Derbycharakter und der Tabellensituation sorgt auch noch die Tatsache für Zündstoff, dass insgesamt vier Akteure, die früher das Schenklengsfelder Trikot überstreiften, nun für die Werra WHO aktiv sind. Es sind dies Sebastian Schramm, Simon Oetzel, Jörg Reim und seit kurzem auch Sebastian Böhler.

Die Brisanz dieses Duells macht sich auch in der Trainingsbeteiligung in den Wochen zuvor bemerkbar. Gerald Birkel freut sich am Sonntag auf eine volle Halle. „Das Spiel ist der Zuschauermagnet am Wochenende“, sagt der Trainer der HSG Landeck/Hauneck, der auch darauf hofft, dass der ein- oder andere von dem Handball-Virus angesteckt wird, der derzeit von der Nationalmannschaft bei der EM in Polen ausgeht. „Die Erfolge rücken den Handball auch bei den Amateuren in den Fokus.“

Im Rückspiel lastet der Druck vielleicht etwas mehr auf der HSG Landeck/Hauneck. Sie hat das Hinspiel am 3. Oktober mit 30:25 gewonnen. Allerdings waren die Voraussetzungen damals anders. Diesmal scheint die WHO personell besser aufgestellt zu sein.

Mit den Zugängen Johannes Hopf und Sebastian Böhler ergeben sich mehr personelle Alternativen im Rückraum. Dafür fehlt Lars Keller, der den Verein Richtung Thüringen verlassen hat. Jörg Fischer weiß, dass am Sonntag der Erfolg nur über den Kampfeswillen kommen kann. „Über Schönspielerei kannst du dieses Derby nicht entscheiden, sondern nur über den Einsatz. Wir wollen über eine geschlossene Mannschaftsleistung ein gutes Spiel zeigen“, sagt der Trainer der Gäste.

Alle Mann an Bord

Es sei im übrigen egal, wer vorher in Schenklengsfeld gespielt hat. „Am Sonntag sind bei uns alle zu 100 Prozent WHO’ler“, so der Coach. Fischer hat mit großer Wahrscheinlichkeit alle Mann an Bord. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter Jörg Reim, der wegen Knieproblemen gegen Gensungen geschont wurde. Fischer hat aber auf Rechts mit Marco Malsch und Franciso Zuparic genug Alternativen. Auf der Gegenseite hofft Birkel, der wahrscheinlich auf Matthias Lotz und Florian Heidler verzichten muss, dass sein Team die Tempogegenstöße der WHO unterbinden kann: „Wenn wir das schaffen, wäre das für uns die halbe Miete.“

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