Handball/Landesliga: Tabellenführer trat mit Trauerflor für Jonggi Pasaribus Mutter an

Eine feine Geste des TVH

Bad Hersfeld. Das Spiel der Handball-Landesliga Männer zwischen dem Spitzenreiter TV Hersfeld und Schlusslicht Flieden hatte für einen eine besondere Bedeutung. Es war Jonggi Pasaribus erster Einsatz, nachdem seine Mutter vor zweieinhalb Wochen verstorben war.

Aus diesem Grunde trug der Tabellenführer Trauer und trat mit schwarzen Armbinden am linken Ärmel auf. „Es war für uns selbstverständlich, dass wir das gemacht haben“, meinte Dirk Hüter, der zurzeit den beruflich verhinderten Trainer Reiner Dietz auf der Bank vertrat.

„Das fand ich im Übrigen eine ganz feine Geste, heute mit Trauerflor zu spielen, obwohl sie selbst kein Mitglied beim TVH war, sondern nur ihre Söhne, mein Bruder Togar und ich. Da muss ich mich im Lauf der Woche bei der Mannschaft noch einmal ausdrücklich bedanken“, meinte Pasaribu.

Der 30-jährige Kreisläufer markierte beim 39:19-Erfolg nur drei Tore, davon zwei Siebenmeter. „Es war für mich heute extrem schwierig ins Spiel zu finden“, meinte Pasaribu. Zum einen, weil der zweitligaerfahrene Routinier seit 14 Tagen keinen Ball mehr in den Händen gehalten hatte. Zum anderen, weil für den Hersfelder beim Handball Emotion und Aggression im Mittelpunkt stehen. „Das hat mir gefehlt. Da habe ich zuletzt doch dann ganz andere Dinge im Kopf“, gibt er zu.

So war es fast selbstverständlich, dass Pasaribu an diesem Samstag bei dem klaren Spielverlauf gegen das Schlusslicht Fliedenden Jugendlichen den Vortritt gab.

Von Hartmut Wenzel

Kommentare