Fußball-Gruppenliga 

Ein Sieg dank Emmerichs Elfer 

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Traf vom Elfmeterpunkt aus – und erzielte das Siegtor seines Teams: Tim „Lothar“ Emmerich (rechts) von der SG Festspielstadt Spvgg. Bad Hersfeld. 

Schlitz. Die Gruppenliga-Fußballer der SG Festspielstadt tun alles, um sich dem Tabellenende  fernzuhalten. Dank eines Emmerich-Elfers gewann das Team in Schlitz mit 1:0 (0:0).

„Wir sind glücklich. Ein 1:0-Auswärtssieg. Wir haben hinten wenig zugelassen. Das war wichtig“, freute sich Hersfelds Sportlicher Leiter Markus Heide. Erst mit Beginn des zweiten Abschnitts und Crawfords Hereinanhme kam Schwung und Leben in die Offensivbemühungen des Gastes. Letztgenannter Spieler setzte nach, brachte die Abwehr des Kontrahenten durch seine Schnelligkeit in Unruhe und erlief Bälle.

Ein Elfer, der keiner war

Zum Beispiel beim Siegtor, das seine kleine spezielle Entstehungsgeschichte hatte. Zunächst klärte der starke Pfalzgraf gegen Hampl, dann schickte Augustin Crawford steil, der in halbrechter Position Schlitzerlands Abwehrchef David Wahl an die Hand schoss. Angelegte Hand – Schiri Berger pfiff einen Elfer, der keiner war. „Lothar“ Emmerich war das egal, er traf zum 1:0. Der Gast wurde mit Beginn des zweiten Abschnitts wesentlich stärker; Philipp Prokopenko (57.) und Crawford nach Schlensogs Rückpass hatten das 1:0 auf dem Fuß.

Erst nach dem Rückstand entdeckte der stark ersatzgeschwächte Gastgeber, der in der ersten Hälfte sicher, stabil und mit Struktur verteidigte, sein offensives Herz.

Manches war ungestüm, in zwei Situationen aber hatte der Gast eine Menge Glück: Als Braun seinen Mitspieler Hendrik Bachmann nach einem Freistoß vertikal anspielte, Bachmann abzog und sich Schlensog in den Abschluss warf (90.) – und als ein Hersfelder Spieler den Kopfball des eingewechselten Becker, der viel Schwung beim Gastgeber hereinbrachte, von der Torlinie kratzte (90.1).

„In der zweiten Halbzeit haben wir zunächst den Faden verloren, nachdem wir zuvor gut standen. Jetzt wollen wir unser nächstes Spiel in Großenlüder gewinnen“, bemerkte Schlitzerlands Trainer Simon Grosch. Er räumte ein, dass Hersfeld verdient gewann – auch wenn die Entstehung des Siegtores glücklich gewesen sei.

Schlitzerland:Jung - David Wahl, Kurz, Seyed, Trabes, Tobias Wahl, Max Bachmann, Hendrik Bachmann, Hampl, Steube, Braun sowie Becker, Lohse

Festspielstadt: Brunner - Augustin, Pfalzgraf, Rakk, May - Pavic, Emmerich - Schlensog, Müller-Siebert, Philipp Prokopenko - Pepic sowie Crawford, El Ouariachi, Kahya

SR:Berger (Wehretal)

Z: 150

Das Tor: 0:1 Emmerich (71., HE)

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