Reiten: Ein Neuer triumphiert in Richelsdorf 

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Der Sprung zum Sieg: Auch das letzte Hindernis stellt für Patrick Sandner mit Ambrosio d’Alcy kein Problem dar. Er gewann gestern den Großen Preis von Richelsdorf, ein S**-Springen mit Stechen.

Zum ersten Mal ritt Patrick Sandner aus Düsseldorf den Großen Preis von Richelsdorf, und prompt gewann er diese Konkurrenz. 

Auf Ambrosio d’Alcy war der Rheinländer einer von fünf Startern, der im Umlauf fehlerfrei geblieben war und sich somit für die Entscheidungsrunde qualifiziert hatte. Im Stechparcours patzte nur Sarah Breuer auf Volvo Green de Claix. Ihre vier Konkurrenten ließen alle Stangen auf den Hindernissen liegen.

Sarah Breuer hatte das Stechen eröffnet, nach ihr war schon Patrick Sandner an der Reihe. Er zeigte einen tollen Ritt. Nach 41,74 Sekunden blieb die Uhr für ihn stehen.

Ein so hohes Tempo, wie es Sandner vorgelegt hatte, traute Ferdinand Kähn vom RFV Oberkaufungen seinem Pferd Bernie offensichtlich nicht zu. Er ritt auf Platz statt auf Sieg, blieb fehlerfrei und wurde mit 50,82 Sek. Vierter.

Zwei Reiter aber kamen jetzt noch in den Parcours: Sascha Braun vom RC Achern mit Carigno und Horst Klaus Heleine von der RSpG Waldenserhof Ober-Ramstadt. Beide griffen die Zeit des führenden Rheinländers an und sorgten so für Hochspannung auf der gut besuchten Richelsdorfer Reitanlage. Beide blieben auch fehlerfrei. Doch ganz so schnell wie Patrick Sandner waren sie nicht. Sie brauchten 42,61 Sekunden und teilten sich damit Rang zwei.

Gleich 21 der 38 Pferde hatten im ersten Umlauf des Großen Preises wegen eines einzigen Fehlers die Qualifikation für das Stechen verpasst. Das hatte es zuvor in Richelsdorf noch nie gegeben.

Besonders viel Pech hatten dabei die beiden Vertreter des gastgebenden RFV Richelsdorf, Steffen Montag und Amke Stroman. Montag hatte das Stechen bereits vor Augen, als seine westfälische Stute Clarissa mit den Hinterhufen die oberen Stangen des allerletzten Hindernisses zu Boden riss.

Unmittelbar nach ihm war Amke Stroman mit Forchello an der Reihe. Doch gleich am ersten Sprung verweigerte das Pferd. Es blieb der einzige Fehler. Auch auf Grande reichte ein Abwurf, um Stromans Traum vom Sieg beim Großen Preis zu zerstören.

Noch schlimmer erwischte es ihren Klubkollegen Steffen Montag auf Corano. Diesmal war es nicht das letzte, sondern das vorletzte Hindernis, das den Sontraer vom Einzug ins Stechen abhielt. Trotzdem wird er den Pfingstmontag in guter Erinnerung behalten: Schließlich wurde ihm vor dem Großen Preis das Goldene Reitabzeichen verliehen. " MORGEN MEHR

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