Event am Bad Hersfelder Obersberg

Handball-Traditionsspiel begeistert 400 Fans

Tanzstudio Birgitt Fründ, Bad Hersfeld
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Großen Beifall gab es auch für die Darbietung der Kleinsten aus dem Tanzstudio von Birgitt Fründ.

Bad Hersfeld - „Gute Freunde kann niemand trennen“, hat einst Franz Beckenbauer gesungen – für den vergangenen Samstag gibt es keinen passenderen Titel. Philipp Kaufmann lud ehemalige Handballer der SG Hessen Hersfeld und des TV Hersfeld ein und seinem Ruf folgten mehr als 50 ehemalige und noch aktive Spieler. Das Motto lautete: Treffen unter Freunden.

Bereits am Nachmittag trafen sich die „Ehemaligen“ zu Kaffee und Kuchen – und selbstverständlich auch dem ein oder anderen Bierchen. Man lachte gemeinsam, schaute Bilder an und erzählte sich alte Geschichten. Und als ob das nach so langer Handballabstinenz noch nicht genug gewesen wäre, gab es am Abend noch ein Benefizspiel zweier Teams zugunsten des Vereins Schule machen ohne Gewalt (SMOG).

Vor dem Aufwärmen der „jungen Männer“, die dafür das Trikot überstreiften, stand noch das obligatorische Gruppenfoto auf dem Programm. Bei so vielen ehemaligen Handballgrößen war es gar nicht so einfach, alle gemeinsam auf das Bild zu bekommen – funktioniert hat es am Ende aber trotzdem.

Als die Handballer sich dann für kurze Zeit dem Sport widmeten, füllte sich die Halle rasant. Eine wahnsinnige Kulisse nach mehr als eineinhalb Jahren ohne Handball mit knapp 400 Zuschauern am Obersberg. Die zahlreichen Handballbegeisterten bejubelten neben den beiden Teams vor allem die Auftritte des Tanzstudios Birgitt Fründ und von Krümel Kastanienmeister, dem Kinderfeuermeister des Hersfelder Lullusfests.

Die jüngsten Tänzerinnen erhielten bereits vor der Partie lauten Applaus, ehe in der Halbzeitpause die Teenager ihren Auftritt hatten. Und Krümel schmetterte – bevor er den offiziellen Anwurf machte – eine donnernde „Attacke“ durch die Halle, auf die ihm wirklich alle ein kräftiges „Enner, zwoon, dräi – Bruder Lolls“ entgegenriefen. Natürlich wurde an diesem Abend auch Handball gespielt und man konnte ehemalige Sportgrößen wie Bernd Kaiser oder Mike Hairston einmal wieder live auf dem Feld erleben und bejubeln. Eigentlich aber stand der Handball im Hintergrund – und das, obwohl auch sportlich einiges geboten wurde. So ging das Geschehen auf dem Feld bis hin zum Sieben-Meter-Werfen, das nach Treffern von Fabian Humburg und Philipp Kaufmann 27:27 endete.

Auch wenn einige Akteure sich äußerst fit präsentierten und definitiv in vielen Mannschaften noch eine gute Figur machen würden, standen der Spaß und das Miteinander bei der gesamten Veranstaltung im Vordergrund. Und auch die zahlreichen Zuschauer wussten dies zu würdigen und feierten am Ende gemeinsam mit den Spielern bei Essen und kalten Getränken – wobei bestimmt auch der ein oder andere Fan noch ein paar Anekdoten von früher zu erzählen hatte.

Dass dies abendfüllend gewesen sein dürfte, weiß jeder, der die ehemaligen Hersfelder Handballer kennt. Passend zu einem Handballabend der besonderen Art und Weise – ganz getreu dem Motto: Gute Freunde kann niemand trennen.

Von Sebastian Krause

Wie einst bei Handballspielen war die Tribüne in der Großsporthalle am Obersberg gut besetzt.

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