Ein großes Fest für Darter in Weißenhasel

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Gar nicht so leicht, sich da zu konzentrieren: Allein vor der Wurfscheibe wie bei einer echten Weltmeisterschaft standen die Darter bei der Waldhessen-WM nicht. Da galt es, die Nebenleute einfach auszublenden. 

160 Darter haben an der Waldhessen-WM in Weißenhasel teilgenommen. Es wurde gefachsimpelt, geflachst, gedartet - und auch getrunken. 

Hochbetrieb herrscht am Samstagmittag um kurz nach eins im Weißenhaseler Dorfgemeinschaftshaus. Dabei dauert es noch fast eine Stunde, bis die Waldhessen-WM der Darter beginnt. Einwerfen ist angesagt.

Veranstalter „Hart am Dart“ (HAD) Cornberg zeigt sich dem Ansturm gewachsen. Schließlich wusste er, was auf ihn zukommen würde. Zum Turnier der Erwachsenen hatten sich 160 Starter angesagt. Auch beim Jugendturnier war das Teilnehmerfeld mit 16 restlos gefüllt. Zehneinhalb Stunden werden die Wettkämpfe dauern.

Die langen Holzbänke der Bierzeltgarnituren, die im Raum aufgebaut wurden, sind von Aktiven und Zuschauern bereits weitgehend in Beschlag genommen. Darttaschen mit Pfeilen und Zubehör liegen auf den weißen Papiertischdecken und auf den beim Dart obligatorischen Pappschildern, auf denen die 180 prangt – es ist die höchste Punktzahl, die mit drei Würfen erzielt werden kann.

Die meisten Teilnehmer tragen Vereinstrikots. Die Husarendarter aus Sontra sind besonders stark vertreten. Überall wird gefachsimpelt und geflachst. Und getrunken.

Dass Darter gerne mal Zielwasser tanken, dieses Vorurteil wird in Weißenhasel nicht auf Anhieb bestätigt. Colagläser dominieren auf den Tischen. Aber was heißt das schon? Denn am Tresen des Verkaufsstands stehen auch ja auch Flaschen mit Hochprozentigem, die sich mit Softdrinks so schön mischen lassen. Davon wird reichlich gebraucht gemacht auf der großen Darts-Party, die schnell auf Touren kommt und ganz lange dauern wird.

„Die Letzten sind morgens um halb sechs nach Hause gegangen“, sagt Patrick Ecke vom HAD Cornberg.

Er hat mit seinem Organisationsteam alles im Griff. Der Spielbetrieb läuft reibungslos, die Atmosphäre ist locker und bleibt gut. Patrick Ecke spricht von einer rundum gelungenen Veranstaltung. Die bestens ankommt bei ihrem Publikum. Einen Startplatz hat nur bekommen, wer sich sofort angemeldet hat. Das wird sich in Zukunft wohl nicht ändern.

Denn die Beliebtheit der Waldhessen-WM könnte am Samstag noch gestiegen sein. Auch und gerade bei den beiden Siegern: Tobias Cyffka vom DC Lebfritz Sterbfritz gewann das Turnier der Erwachsenen, der vereinslose Joachim Walger aus Bebra-Solz setzte sich bei den Jugendlichen durch. Mehr zum sportlichen Teil im Artikel unten.

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