Veranstalter erwarten bis zu 3000 Teilnehmer

Durch die Hölle von Hohenroda: Cross-Hindernis-Lauf am 6.Oktober

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Durch den Schlamm: Hindernisse wie dieses müssen die Teilnehmer des Hindernislaufs „Hell of the Brave in Hohenroda überwinden. Unser Bild entstand bei der Vorgängerveranstaltung „Braveheart-Battle“ in der bayerischen Rhön.

Hohenroda. 24 Kilometer querfeldein, durch Teiche und Schlammlöcher, über Geröll und stillgelegte Bahngleise: „Nur die Tapfersten kommen durch“, werben die Organisatoren für den neuen Cross-Hindernis-Lauf „Hell of the Brave“ (übersetzt: Hölle der Tapferen), der am Samstag, 6, Oktober, erstmals in Hohenroda ausgetragen wird.

Veranstalter ist die Agentur Heldenmomente aus München. Dahinter stehen Inhaberin Ursula Schlemm und Organisator Joachim von Hippel, die bereits seit einigen Jahren vergleichbare Laufevents planen und ausrichten. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Gemeinde Hohenroda. Einen Kooperationsvertrag unterzeichneten Schemm und Bürgermeister Andre Stenda am Freitag in der Gemeindeverwaltung.

Die Initiative, ein solches Ereignis in Hohenroda auszurichten, sei von der Kuppenrhöngemeinde ausgegangen, betont der Rathauschef. Eine laufbegeisterte Gruppe um die Mansbacher Kai Peters und Maik Straub kannte von Hippel bereits von der Teilnahme am Extremlauf Braveheartbattle in der Bayerischen Rhön. Bürgermeister Andre Stenda, der aus Trendelburg stammt, nutzte die Kontakte seines Bruders, der ebenfalls an einem Lauf des Organisators teilgenommen hatte.

Die Gemeinde Hohenroda biete wegen ihrer zentralen Lage und der Landschaft ideale Voraussetzungen für den Lauf, betonen die Veranstalter. „Die eigentliche Attraktion ist die Naturstrecke“, sagt Ursula Schemm.

Autoreifen als Hindernis

Steigungen, Abhänge oder Teiche sollen in die Strecke eingebunden werden. An zentralen Stellen werden den Teilnehmern zudem Hindernisse, aus Stroh, Holz oder Autoreifen in den Weg gestellt, die sie teilweise nur mit gegenseitiger Hilfe überwinden können. Gestartet wird mit Zeiterfassung, fünf Stunden haben die Teilnehmer, um die Strecke zu bewältigen. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Zeit für Viele keine Rolle spielt. Sport, Teamgeist und Kameradschaft stehen im Zentrum“, berichtet Joachim von Hippel.

Den ersten Streckenentwurf, der von den Hohenrodaer Crossläufern bereits erarbeitet wurde, wollen die Ausrichter noch nicht preisgeben, weil Einzelheiten noch mit der Oberen Naturschutzbehörde abgestimmt werden müssen. Start und Ziel sind am Ransbacher Sportzentrum, das die nötige Infrastruktur biete. Busse sollen die Zuschauer zu zentralen Punkten an der Strecke bringen, um die Läufer nach dem Start um 11 Uhr anzufeuern. Ursula Schemm und Joachim von Hippel rechen mit bis zu 3000 internationalen Teilnehmern sowie rund 15 000 Zuschauern.

Die Organisatoren verfügen über einem Stamm von etwa 25 Helfern und sind für das Event auf die Hilfe von Ehrenamtlichen angewiesen. Vereine aus der Gemeinde hätten in einer Infoveranstaltung bereits ihre Unterstützung zugesichert. Auch Sponsoren, die während der Veranstaltung für ihre Firmen werben möchten, seien willkommen.

Start ist am Samstag, 6. Oktober, um 11 Uhr. Ein vier Kilometer langer Kinderlauf beginnt um 9 Uhr.Siegerehrung ist gegen 18 Uhr. Das Startgeld beträgt 85 Euro, Teams ab fünf Personen erhalten zehn Prozent Rabatt.

www.hellofthebrave.de

Hintergrund

Mit neuer Agentur als Veranstalter, anderem Austragungsort und abgewandeltem Namen vollziehen die Organisatoren des Crosslaufs einen Neustart. Als Geschäftsführer des inzwischen insolventen Veranstalters PAS Team hatte Joachim von Hippel unter anderem den Braveheartbattle in Bischofsheim und den Dragonheartbattle im nordhessischen Trendelburg organisiert. Nachdem eine Mitarbeiterin auf Facebook einen Dunkelhäutigen offenbar als „schwarzen Affen“ bezeichnet hatte, distanzierte sich die Stadt Trendelburg sich öffentlich vom Veranstalter. Das Unternehmen entschuldigte sich in der Folgezeit für die Äußerungen der Mitarbeiterin. Für Hohenrodas Bürgermeister Andre Stenda steht vor allem der verbindende, weltoffenen Charakter des Laufs im Vordergrund, die Ereignisse der Vergangenheit könne er nicht beurteilen. (jce)

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