JUNIORENFUSSBALL

Hohe Luft verliert Duell auf Augenhöhe

Juniorenfußballer Leon Endrisch vom FSV Hohe Luft führt den Ball.
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Dribbelstark, aber im Abschluss schwach: Hohe Lufts A-Jugend, hier Leon Endrisch, verlor mit 1:2 gegen Lüdertal.

Jeder erwartete ein Duell auf Augenhöhe, als zum Start der Gruppenliga-Runde der JFV Bad Hersfeld und die JSG Lüdertal aufeinandertrafen. Verdientermaßen siegte der Gast mit 2:1 (1:1).

Bad Hersfeld - „Du machst zwei Fehler - und verlierst das Ding“, sagte Waldemar Hafner knapp. Enttäuscht sei er nicht, ergänzte der Coach der A-Junioren des JFV Bad Hersfeld, „ein Punkt war auf jeden Fall drin“. 60 Prozent Ballbesitz habe sein Team gehabt und „den Ball ganz gut laufen lassen“. Stimmte alles - und doch stellte die JSG Lüdertal das bessere Team. Genauer gesagt: Jenes, das verdient gewann.

Der Gast, der in der zurückliegenden „Corona-Saison“ Platz zwei der Gruppenliga belegte, ein physisch äußerst robustes Team stellte und am Ende nur einen Punkt hinter dem Spitzenreiter lag, präsentierte sich auch in Hohe Luft als Einheit.

Überwiegend mit Kickern des jüngeren Jahrgangs besetzt, machte Lüdertal - beteiligt an der JSG sind Großenlüder, Müs und Bimbach - erneut auf sich aufmerksam. Die Stärken: gute Spielanlage und vor allem als Team verteidigend. Nach verpasster Anfangsphase - beim 0:1 hatte der Schiedsrichter nach der Meinung einiger Zuschauer die Situation in ihrer Entstehung bereits abgepfiffen - biss sich Hersfeld ins Spiel. Trainer-Sohn Niklas Hafner glich aus - nachdem Daniel Orlov stark nachgesetzt und den Ball erobert hatte. Der pfiffige Orlov war bester Spieler der Gastgeber: giftig Im Zweikampfverhalten war er giftig mit viel Durchsetzungsvermögen. Kein Wunder, dass er von seinem Trainer ein Lob abbekam. „Man merkt, dass er die gesamte Vorbereitung mitgemacht hat.“

Und der Gastgeber hätte die Partie vor der Pause vorentscheiden können: Der dribbelstarke Leon Endrisch und Hafner junior vergaben in mehr als aussichtsreichen Situationen. Das bestrafte Lüdertal mit dem 2:1 im zweiten Durchgang, als gleich zwei Spieler im Torraum waren und einen Fehler des Kontrahenten nutzte. Bad Hersfeld, das sich zu wenig bewegte und im letzten Drittel kaum überraschende Momente bot, besaß nach dem 1:2 kaum noch Chancen. Manuel Nikolovskis Freistoß ging knapp daneben, Niklas Hafner war nochmals im Abschluss-Pech. „Wenn Dervis und Alex von Anfang gespielt hätten, hätte das Spiel einen ganz anderen Verlauf genommen“, bemerkte Hersfelds Coach noch. Mag sein. Alex Schaubert und Dervis Hasanovic spielten am Vorabend in Hohe Lufts Kreisoberligateam.  (red)

Bad Hersfeld: Baumgardt - Angelino Nikolovski, Seifert, Hildebrand, Preis, Lavontain, Mohr, Endrisch, Orlov, Manuel Nikolovski, Hafner sowie Schuhmann, Schaubert, Hasanovic, Maric

SR: Dietrich

Tore: 0:1 Medler (34.), 1:1 Hafner (38.), 1:2 Cedric Bickert (57.)

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