Dem Dreienberg-Lauf lacht die Sonne

Start frei über fünf Kilometer: Die ersten Meter absolvierten die Teilnehmer im Schlosshof. Vorn im schwarzen Trikot der spätere Sieger Daniel Riedel, links Mette Laistner und Carmen Seitz-Adam, die dritte und erste Frau wurden.  

Friedewald. 138 Läufer sind beim ersten Dreienberg-Panoramalauf des TSV Friedewald ins Ziel gekommen. Die Veranstalter waren nach der Premiere rundum zufrieden.

Langsam lichtet sich der Morgennebel. Die Sonne kommt raus, taucht den Schlossplatz von Friedewald in warmes, klares Licht. Spannung liegt über dem Platz.

Gleich wird hier der erste Dreienberg-Panoramalauf gestartet werden. Die Nordic Walker sind bereit. Stöcke klacken aneinander. „Jetzt geht’s los, hier spielt die Musik“, tönt es aus dem Lautsprecher, als der Startschuss die 14 Frauen und fünf Männer auf die zehn Kilometer schickt. Sie sind die ersten, die den Panoramaweg um den Dreienberg in Angriff nehmen.

„Wir sind zufrieden mit der Resonanz. Und mit den Bedingungen natürlich auch“, sagt Maik Hahn, der Vorsitzender des TSV Friedewald. Rund hundert Läuferinnen und Läufer hätten sich online angemeldet, jetzt trudeln immer noch einige ein, die das sonnige Wetter überzeugt hat: Lasst uns den Panoramalauf testen! Am Ende wird die Ergebnisliste 138 Männer und Frauen, Jungen und Mädchen ausweisen, die ins Ziel gekommen sind. Über 1,2 Kilometer die Jüngsten, über fünf und zehn die Erwachsenen und ebenfalls über zehn die Nordic Walker.

Positionskämpfe

Die liefern sich auf der Strecke übrigens knackige Positionskämpfe, verkündet der Sprecher. Von wegen Spaziergang!

Den haben auch die Fünf-Kilometer-Starter nicht vor. Als zweite gehen sie auf die Strecke. Haben sich im Schlosshof noch mal warmgetrabt, gedehnt. „Die gelben Pfeile auf der Strecke sind für euch“, bekommen sie noch mit auf den Weg – dann stürmen auch sie los.

„35 Helfer sind dabei“, berichtet Maik Hahn. Die haben Anmeldungen angenommen, Getränke- und Essensbuden aufgebaut, die jetzt bewirtschaftet werden, die Strecke gekennzeichnet und abgesperrt, und sind jetzt als Streckenposten unterwegs. Sollte etwas passieren – das Rote Kreuz aus Schenklengsfeld ist vor Ort.

Der Witzenhäuser Daniel Riedel ist der Schnellste über fünf Kilometer. Nach 21:27 Minuten ist er im Ziel – auf sogenannten Zehenschuhen übrigens, die die Form des Fußes exakt nachahmen und im Zielraum großes Interesse wecken.

Blaue Wurzeln

Kurz nach ihm kommen die beiden ersten Frauen ins Ziel: Carmen Seitz-Adam aus Wehrhausen vor der Breitenbacherin Nina Stein. Beide sind zufrieden. „Eine schöne Strecke, nicht bergig, aber hügelig“, findet Seitz-Adam. „Ich bin froh, dass ich gestartet bin.“ Und Nina Stein fügt an: „Ich werde unter den Breitenbachern dafür werben!“ Ein Service hat sie besonders erstaunt: „Wurzeln, die zu Stolperfallen hätten werden können, wurden mit blauer Farbe markiert. Das hab’ ich noch nie erlebt.“

Auch Friedewalds Bürgermeister Dirk Noll ist inzwischen im Ziel, als Fünfter. „Ich hatte nachgemeldet“, erklärt er. Und: „Ich laufe eigentlich nie auf Zeit.“ Dafür sind 25:06 Minuten mehr als ordentlich. „Besonders der zweite Streckenteil war sehr schön“, verrät Noll.

Über zehn Kilometer sind die meisten am Start – insgesamt 56. Carmen Seitz-Adam gewinnt gleich noch mal, in 48:52 Minuten. Bei den Männern ist Daniel Neumann (Bad Hersfeld) in 39:51 der Schnellste. Abschließend liefern sich die Schülerinnen und Schüler eifrige Positionskämpfe über die 1,2-Kilometer-Runde. Der Abschluss eines gelungenen Debüts am Dreienberg. 

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