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Drei Generationen der Familie Schaefer sind im FSV Hohe Luft aktiv

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Drei Generationen auf einem Foto: Die Hohe Lufter Familie Schaefer, stehend von links Jens Schaefer, Marianne Schaefer, Dirk Schaefer, Pia Schaefer, Hans-Jürgen „Beppo“ Schaefer, vorn von links Max, Mattis und Jonas Schaefer, die Kinder von Jens und Dirk.
Drei Generationen auf einem Foto: Die Hohe Lufter Familie Schaefer, stehend von links Jens Schaefer, Marianne Schaefer, Dirk Schaefer, Pia Schaefer, Hans-Jürgen „Beppo“ Schaefer, vorn von links Max, Mattis und Jonas Schaefer, die Kinder von Jens und Dirk. © Hartmut Wenzel

Beim FSV Hohe Luft sind sie ein Fixpunkt: Die Bad Hersfelder Familie Schaefer lebt für den Sport im Bad Hersfelder Stadtteil.

Bad Hersfeld – Gleich drei Generationen sind im Verein aktiv. Marianne und Hans-Jürgen Schaefer, die Söhne Dirk und sein Bruder Jens, Schwiegertochter Pia sowie die Enkel Jonas, Max und Mattis, die alle in Bad Hersfeld wohnen. Die Schaefers spielen aber nicht nur Fußball, sondern sind auch in anderen Abteilungen zu finden.

Wir stellen die Familie einmal vor, beginnend mit dem Opa, Hans-Jürgen Schaefer (76 Jahre). Wenn Hans-Jürgen, den alle nur unter dem Namen „Beppo“ kennen, an seine aktive Zeit denkt, dann kann er viel lachen. „Wenn bei uns ein Ball in die Fulda geflogen ist, mussten wir uns beeilen“, erzählt er. „Denn sonst musstest du bis zum Wehr nach Mecklar laufen, um ihn wieder zu bekommen. Und ein echter Lederball war damals viel wert.“

Solche und andere Geschichten kann er erzählen, wenn es an die Geschichte des FSV geht. Er erinnert sich an viele tolle Spiele und Meisterschaften. Und an die Derbys gegen die Vereine aus der Gegend.

Als kleiner Bub ist er in den FSV eingetreten. „Damals gab es das Motto ‘Komm zum FSV, da gibt es Kräppel und Kakao‘.“ „Beppo“ Schäfer war nicht nur Spieler bis in die Senioren und alte Herren. Sondern auch ein Mann, der sich um die Jugend kümmerte. Von den F-Junioren bis zu den A-Jugendlichen gingen früher fast alle Jahrgangsstufen durch seine Schule. Auch seinen Enkel Jonas, heute Spieler der ersten Mannschaft, hat er früher trainiert. Zwischenzeitlich war er mit seiner Frau auch in der Tanzabteilung aktiv, die aber leider wieder eingeschlafen ist. Noch heute wandert er – gern mit ehemaligen Teamkollegen.

Marianne Schaefer (71) ist schon länger als 50 Jahre Mitglied beim FSV Hohe Luft. „Ich bin ja durch den Hans-Jürgen auch mit dem Fußball groß geworden, bin schon früh in den Verein hineingewachsen.“ Sie ist, früher zusammen auch mit Brunhilde Schiller, die Leiterin der Damengymnastik-Abteilung. Und sonntags steht sie bei Heimspielen der Senioren oder auch bei der Jugend hinter dem Tresen im Sportlerheim und verkauft Kaffee und Kuchen. Sie ist überall da, wo ihre Unterstützung gebraucht wird. „Wo es brennt, spring ich ein“, sagt sie mit einem Lächeln.

Der „Schaef“ – so sein Spitzname – ist jetzt der Chef: Sohn Dirk Schaefer (52) hat mitten in der Corona-Krise das Amt des Vorsitzenden beim FSV übernommen. Die Arbeit im Vorstand läuft harmonisch, Stillstand gibt es nicht. „Der Verein steht auf gesunden Füßen“, sagt Schaefer. Derzeit wird am Sportlerheim in der Fuldaauen wieder einmal gebaut.

Das Dach ist an der Reihe. Das Gerüst steht bereits. 80 000 Euro sind veranschlagt. Wenn es klappen sollte, will Schaefer irgendwann einmal mit der ersten Mannschaft in die Verbandsliga aufsteigen. „Das wäre tatsächlich ein Traum.“ Er selbst hat mit dem FSV in der Gruppenliga gespielt, die früher Bezirksoberliga hieß, bis vor Kurzem sogar noch aushilfsweise in der Zweiten. Er war nicht nur Spieler, sondern später auch Jugendtrainer.

Seine Frau Pia Schaefer (56) arbeitet im Fitnessstudio und ist jedes Mal dann gefragt, wenn es um die Vorbereitung der Fußballer geht. Im Winter wird schon einmal auf dem Trampolin Fitness getankt. „Das ist anstrengend, macht aber auch jede Menge Spaß“, sagt sie.

Dirks Bruder Jens Schaefer (42) hat vorwiegend beim FSV in der zweiten Mannschaft gespielt, später dann aber auch für Friedlos. Heute ist er als Vater seiner Söhne Max und Mattis Jugendtrainer in der Jugend.

Und last not least die Enkel: Jonas Schaefer (21) ist Spieler der ersten Mannschaft beim FSV und gehört zum Stamm. „Das ist schon eine echt gute Schule, wenn man aus der Familie trainiert wird“, sagt er und lacht. Und auch seine beiden Cousins Max Schaefer (12) und Mattis Schaefer (7), die in der C-Jugend und beio den F-Schülern spielen, sind mit Begeisterung Fußballer beim FSV. Denn hier ist auch Vater Jens der Trainer.

(Hartmut Wenzel)

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