Junioren-Basketball: Nur die U12 hält in Kassel die Fahne der Hersfelder hoch

Die Disziplin macht Urlaub

Bad hersfeld. Enttäuschende Niederlagen haben die Jugendteams der TV Hersfeld Titans am Wochenende einstecken müssen. Einzig auf die U12 war wie immer Verlass. Ihr Auswärtsspiel in Kassel gewann sie deutlich.

Bezirksliga U16 männlich: TV Hersfeld Titans - ACT Kassel 45:85 (23:36). Die ersten sieben Minuten habe sein Team wirklich gut gespielt, dann aber sei ein Fehler auf den nächsten gefolgt, berichtete Trainer Alai Barite nach dem Spiel. Sichtlich enttäuscht fügte er hinzu: „Die Jungs waren nicht ansprechbar, egal mit welchen Worten ich es versucht habe.“

Das gesamte Spiel über kamen die Hersfelder nicht in Fahrt: Sowohl in der Offensive als auch in der Defensive fehlten Elan und Wille, so dass die Gäste aus Kassel leichtes Spiel hatten. „Die Gegner wären leicht auszuschalten gewesen“, sagte Barite. „Aber die Disziplin meines Teams ist an dem Tag wohl in den Urlaub gefahren. Wir waren in allen Phasen viel zu passiv.“

TVH: Joshua Lai-Hipp (18), Jesse Lai-Hipp (9), S. Sahin (8), Akkoyun (4), Bürger (2), Tatiev (2), Nöding (2), Otto

Bezirksliga U19 weiblich: TV Hersfeld Titans - TuS Fritzlar 26:75 (10:32). Wie den Jungs im Spiel zuvor, gelang es auch den Hersfelder Mädchen in den ersten Minuten, ordentlich mitzuhalten. Dann brachen sie vor allem in der Defensive ein und die Gäste nutzten die sich bietenden Lücken konsequent aus. Nach der Halbzeitpause lief es für die Titans in der Mann-Mann-Verteidigung besser.

Sie kamen immer wieder zu Ballgewinnen, schafften es jedoch häufig nicht, diese in Punkte umzuwandeln. „Wir konnten läuferisch nicht mithalten“, resümierte Alai Barite. „Verglichen mit den anderen Spielen haben wir uns aber deutlich gesteigert.“ TVH: Markesic (12), Minich (4), Dolezych (4), Melcher (2), Petra Herweg (2), Jevigenia Herweg (2), Cavli, Trnavac, Kaya, Ipek, Rotmann, Rübesamen

Bezirksliga U12 mixed: CVJM Kassel - TV Hersfeld Titans 44:97 (21:36). Geht es um die U12-Basketballer aus der Kreisstadt, gibt es nach jedem Spiel die selbe Nachricht zu vermelden: Hersfeld holt den Sieg - und das mit mehr als deutlichem Abstand. Auch nach diesem Wochenende ist das so, doch anders als sonst tat sich der Titans-Nachwuchs anfangs schwer.

Einem guten ersten Viertel folgte ein durchwachsenes zweites, so dass der Vorsprung zur Halbzeit „nur“ 15 Punkte betrug.

„Wir haben nach zehn Minuten vom Kopf her irgendwie abgeschaltet“, erzählte Sebastian Rjasanow, der die Mannschaft für den verhinderten Alai Barite coachte. „Und auch nach der Pause haben wir erstaunlich viele Bälle verworfen.“

Erst in den letzten zehn Minuten fanden die Hersfelder zu alter Stärke zurück, spielten eine starke Verteidigung, erarbeiteten sich eine Chance nach der anderen und gewannen letztlich deutlich. (kma)

TVH: Weizel (46), Gebhard (28), Kamm (12), Ramadanovic (7), A. Sahin (4)

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