Handball: Sebastian Böhler gastiert Sonntag mit der WHO beim alten Verein in Schenklengsfeld

„Beim Derby ist die Halle voll“

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Hier noch im alten Trikot, am Sonntag im neuen: Sebastian Böhler. Der 25-Jährige tritt mit der HSG Werra WHO bei der HSG Landeck/Hauneck an.

Bad Hersfeld. Dieser Sonntag – das ist kein alltäglicher Termin für Sebastian Böhler. Mit seinem neuen Verein, dem Bezirksoberligisten HSG Werra WHO, tritt der 25-Jährige an seiner ehemaligen Wirkungsstätte an: in Schenklengsfeld bei der HSG Landeck/Hauneck. Für Böhler tun sich im Vorfeld des Derbys reizvolle Aspekte auf. Er äußert sich über...

... den Vereinswechsel und seine fast dreivierteljährige Pause: Über die Gründe des Wechsels mag ich nichts sagen. Bei meinem ersten Spiel am vergangenen Wochenende gegen Gensungen/Felsberg fehlte natürlich noch Matchpraxis. Bezüglich meiner Leistung gibt es auf jeden Fall Steigerungsbedarf. Dass ich vor meinem Wechsel einige Zeit pausiert habe, das hatte in erster Linie zeitliche und gesundheitliche Gründe.

... seine Rolle im neuen Team: Ich möchte da spielen, wo ich schon immer gespielt habe: Rückraum-Mitte. Ich will dem Team helfen. Deshalb bin ich da. Trotz meiner erst 25 Jahre.

... den Charakter des heutigen Derbys: Auf jeden Fall wird es spannend. Die Mannschaften sind Nachbarn, auch in der Tabelle liegen sie eng beieinander. Die Zuschauer sind immer da in Schenklengsfeld, die Halle ist immer voll. Es wird gut abgehen.

... das Hinspiel, das Landeck/Hauneck mit 30:25 gewann: Ich war in der Halle und habe das Spiel miterlebt. Der deutliche Sieg war verdient für Landeck/Hauneck. Die WHO hatte zu diesem Zeitpunkt einfach zu viele Verletzungsprobleme. Strümpf und Robin Schneider fehlten, André Witzel hatte den Verein ja verlassen.

... Impulse für den heimischen Handball, den der tolle Erfolg der deutschen Nationalmannschaft bei der EM in Polen mit sich bringen könnte: Das wäre schön. Die Jugendarbeit in unseren Vereinen, das ist ja immer so ein Ding. Schon zu meiner Zeit standen wir im Training oft mit sieben oder acht Spielern da. Es wäre super, wenn jüngere Leute den Weg zum Handball finden würden – und nicht immer zum Fußball. Dafür tut die Nationalmannschaft in Polen ja im Moment alles.

... das Spezielle des Auftritts des DHB-Teams bei der EM: Das Überragende ist: Es geht immer was nach vorn. Und Trainer Dagur Sigurdsson lässt sich nicht in die Karten schauen – er hat immer eine Lösung. Die Verletzungen im Vorfeld und auch während des Turniers haben vielleicht dazu beigetragen, dass alle in der Mannschaft noch enger zusammengerückt sind. Jeder in der Nationalmannschaft kann ein Tor machen. Der Teamgeist, zu dem sich die Spieler hochpeitschen, ist einfach super.

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