Handball/Bezirksoberliga: SG Schenklengsfeld verbucht im Derby wichtige Punkte

Dicke Luft am Landecker

Letztes Mittel Textilbremse: Markus Lotz (Mitte) wird in dieser Szene recht ruppig von den Lispenhäuser Abwehrspielern Marius Werner (rechts) und Fabian Degenhardt (links) angegangen. Foto: Eyert

Schenklengsfeld. Die SG Schenklengsfeld verbuchte mit dem 34:21 (17:11)-Heimsieg über eine frustrierte TG Lispenhausen wichtige Punkte im Abstiegskampf der Handball-Bezirksoberliga.

In der Sporthalle Schenklengsfeld brannte am Samstagabend die Luft. Zunächst hatten die mit großen Hoffnungen angereisten Gäste stets knapp die Nase vorn. Dabei zeigte sich vor allem Rechtsaußen Mark Heß treffsicher. Doch angefangen mit Jan Seeses Oberschenkelverletzung nach zehn Minuten geriet die TGL zusehends aus dem Tritt. Wenig später erhielt auch noch Patrick Lehn einen Schlag aufs Ohr und blieb danach wegen Schwindelgefühlen bis in die zweite Halbzeit hinein auf der Bank.

Über die Grenzen hinaus

TGL-Coach Sorin Paraschiv wetterte gegen die Schiedsrichter, denn er attestierte dem Gegner Abwehrarbeit „über die Grenzen des Erlaubten hinaus.“ Das sah sein Gegenüber Markus Lotz ganz anders: „Wir hatten nach etwa 20 Minuten in der 6:0-Deckung schnellere Beine, und Torhüter Simon Oetzel hat sensationell gehalten.“

„Ich bin stinksauer über die heutige Schiedsrichterleistung“

Trainer Sorin Paraschiv

Der Lohn: Die Gastgeber enteilten von 11:10 bis zur Pause auf 17:11. Insbesondere Schenklengsfelds Rückraumleute Christian Manske und Johannes Rexroth wussten die spürbare Verunsicherung der TGL-Defensive zu nutzen.

Danach sorgte SG-Spielertrainer Lotz selbst dafür, dass die TGL gänzlich den Mut verlor. Während sein Team auf die endgültige Entscheidung drängte, fing der aufmerksame Routinier, direkt von der Bank kommend, einen Lispenhäuser Pass ab und stellte auf 24:15 (42.).

Lispenhausen, das ab der 37. Minute auch noch auf Jens Mackel (dritte Zeitstrafe) hatte verzichten müssen, war geschlagen. „Ich bin stinksauer über die heutige Schiedsrichterleistung“, ereiferte sich Sorin Paraschiv noch lange nach dem Schlusspfiff.

Mut im Abstiegskampf

Auch das mochte sein Trainerkollege Markus Lotz so gar nicht nachvollziehen und machte lieber seinen Schützlingen Mut im Abstiegskampf: „Mit dem heutigen Ergebnis haben die Jungs ein deutliches Zeichen gesetzt, aber wir brauchen auch noch mal Punkte, mit denen niemand rechnet.“ (zkö)

SG Schenklengsfeld: Oetzel, Fischer - Manske (5), Markus Lotz (6), Matthias Lotz (7), Rexroth (3), Apel, Baumann (2), Kämpfer (1), Böhler (2/2), Deis (2), Hilmes (4), Steinhauer (2)

TG Lispenhausen: Koch, Schmidt - F. Degenhardt, Troch (6/3), Heß (5), P. Lehn (6), Werner, Ziermann (1), Kleinert (1), Zuschlag, Seese (1), Mackel (1)

SR: Lange/Schotte (Melsungen)

Z: 150

Kommentare