1. Hersfelder Zeitung
  2. Sport
  3. Lokalsport

Radsport: Der neue Bergkönig vom Eisenberg ist der alte

Erstellt:

Von: Kristina Marth

Kommentare

Start frei: Leon Saul vom TSV Neumorschen war einer der ersten, der auf die Strecke ging, Radsport, Eisenberg, Bergkönig
Start frei: Leon Saul vom TSV Neumorschen war einer der ersten, der auf die Strecke ging (linkes Bild). Mit dabei auch Lokalmatador Carsten Lenz (oben rechts) – zahlreiche andere Mitglieder des RSV Bad Hersfeld wurden (wie auf dem © Friedhelm Eyert

Und wieder hat er es geschafft: Wie bereits 2021 hat Martin Maertens aus Langen (Kreis Offenbach) das Bergzeitfahren am Eisenberg gewonnen.

Neuenstein – Am Sonntag richtete der Radsportverein Bad Hersfeld den „Bergkönig“ zum sechsten Mal aus. Knapp 120 Sportler waren am Start und strampelten den Eisenberg hinauf.

Der Bergkönig

Heißt Martin Maertens, fährt für den Veloziped-Club Darmstadt und überwand die rund fünf Kilometer lange Strecke mit 330 Höhenmetern in 13:29 Minuten. Die schnellste Frau war Lisa Strothmann und kommt vom RSV Gütersloh. Mit 16:11 Minuten war sie schneller als zahlreiche Männer.

Das Starterfeld

119 Radfahrer gingen an den Start und hatten dabei zum Teil erhebliche Anfahrtswege. „Das Gros kam aus dem gesamten hessischen Bereich“, erklärt Marco Bornkessel vom Bad Hersfelder RSV. Auch aus Thüringen war eine ganze Reihe Sportler dabei. Die jüngsten Teilnehmer waren noch keine elf Jahre alt, sie starteten über eine verkürzte Distanz von 2,4 Kilometern. Der Älteste war mit 69 Jahren Bodo Peter vom radroo Masters Team des gebürtigen Bad Hersfelder Radrennfahrers Dirk Müller.

Die Lokalmatadore

Mit Heiko Katzler und Carsten Lenz traten zwei Athleten vom RSV Bad Hersfeld an. Katzler kam als Vierter seiner Wertungsklasse nach 18:12 Minuten ins Ziel – auf die Sekunde genau in derselben Zeit wie 2021. Lenz brauchte 20:45 Minuten und wurde damit in der Jedermann-Master-Wertung Dritter.

Katzler berichtete von einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 16,7 Stundenkilometern und mehr Wind auf der Strecke, als er erwartet habe. „Ich fahre ja eigentlich lieber flach und schnell“, sagte er und lachte. „Aber wenn man aus der Region kommt, muss man hier schon starten.“

Hessenmeisterschaft und Hessen Berg-Cup

Nicht nur der Bergkönig wurde am Sonntag gesucht, in den einzelnen Klassen ging es auch um die Hessenmeistertitel. Zudem war das Rennen auch das erste des neu geschaffenen Hessen Berg-Cups, der aus insgesamt drei Veranstaltungen besteht. Nach dem Auftakt ließe sich über dieses neue Format noch nicht allzu viel sagen, meint Bornkessel, stellt der Zusammenarbeit mit den beiden anderen beteiligten Vereinen aus Melsungen und Fulda aber ein hervorragendes Zeugnis aus. Die Verantwortlichen seien sich einig, dass der Berg-Cup weiterentwickelt werden solle – wie genau, werde man nach dem dritten Rennen im September in Melsungen sehen.

Die E-Biker

Oder besser: Der E-Biker. Ein Fahrer nutzte das neue Angebot, mit dem Pedelec den Eisenberg hinaufzufahren. Dass es 2023 eine Wiederholung geben wird, ist unwahrscheinlich, gänzlich ausschließen will es Bornkessel aber nicht.

Die Stimmung

War sowohl auf als auch an der Strecke gut. „Wir haben viel Lob bekommen“, erzählt RSV-Starter Katzler, und Bornkessel stimmt ihm absolut zu. Von der Organisation her habe alles wunderbar gepasst – auf die bewährten Helfer des Orga-Teams rund um Peter Hartwig, allen voran die „alten Recken“ Helmut Hewig, Norbert Schütrumpf und Werner Gemke, war laut ihm wie in den Jahren zuvor Verlass.

Das Fazit

Beim Veranstalter zeigt man sich insgesamt zufrieden, aufgrund der Hitze und der Ferien in Hessen könne man mit der Teilnehmerzahl gut leben. Da in der Schülerklasse diesmal allerdings nur 13 Fahrer starteten, werde man im nächsten Jahr versuchen, das Rennen außerhalb der Ferien zu platzieren.

Die Ergebnisse werden online veröffentlicht unter: www.hessen-radsport.de

(Kristina Marth)

Carsten Lenz (RSV Bad Hersfeld) auf der Strecke, Radsport, Bergkönig, Eisenberg
Carsten Lenz (RSV Bad Hersfeld) auf der Strecke © Friedhelm Eyert

Auch interessant

Kommentare