FUSSBALL

Klawonn und Göbel landen bei Hessen Kassel

Fußballväter mit Söhnen Von links Stefan Klawonn, Finn Klawonn, Jakob Göbel und Karsten Göbel.
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Fußballväter mit ihren Söhnen: Von links Stefan Klawonn, Finn Klawonn, Jakob Göbel und Karsten Göbel.

Finn Klawonn aus Haunetal-Neukirchen und Jakob Göbel aus Queck haben sich der U14 des KSV Hessen angeschlossen. Kürzlich kickten sie im Arzeller Waldstadion mit ihrem neuen Team gegen Viktoria Fuldas U14.

Arzell – Die Bemerkung kam wie aus der Pistole geschossen. „Wie früher“, sagte Stefan Klawonn, „Matthaei auf Klawonn“ – und Tor, meinte er: Nach wenigen Sekunden des Nachwuchsvergleichs zog Moritz Matthaei, einer der Drillinge des früheren Neukirchener und Haunetaler Kickers Michael, über links auf und davon – und Stefans Sohn Finn schloss die sehenswerte Vorarbeit zum 1:0 für den KSV Hessen ab.

Dass das starke Team aus Nordhessen, das mit viel Tempo, vertikalem Spiel und Zug zum Tor begeisterte, mit 9:0 gewann, hatte an diesem Tag wenig Bedeutung.

„Dass wir uns weiterentwickeln. Wir wollen so erfolgreich sein wie möglich“, äußert sich Finn zur Frage, was beide zu dem Schritt zum Traditionsverein nach Nordhessen bewogen hat. „Und es läuft gut bisher. Es ist intensiv“, urteilt Jakob über die Vorbereitung. Die läuft seit fast sieben Wochen. Dreimal pro Woche ist Training angesagt; rechnet man die Stützpunkt-Termine beider in Hünfeld mit ein, müssen sich Finn und Jakob viermal beweisen.

Bis vor wenigen Wochen gehörten die talentierten Nachwuchskicker noch der JSG Schlitzerland an. Als fast unschlagbar galt das von Jakobs Vater Karsten Göbel trainierte Team, weshalb es auch viele überregionale Vergleiche suchte. Gruppenliga-Meister, (fast) alle Spieler waren zudem im Stützpunkt - und bei der Futsal-Hessenmeisterschaft wurde Schlitzerland Dritter und machte Bekanntschaft mit dem KSV Hessen. Doch der Kontakt nach Kassel, der bestand schon länger, wie Jakobs Vater Karsten erklärt.

Thorsten Schönewolf, so etwas wie Sportlicher Leiter der U14 des KSV, rief an - schon vor den Hessenmeisterschaften. „Und irgendwann mussten wir uns entscheiden.“ Auch Viktoria Fulda hatte angefragt, und der KSV Baunatal, wo Finn und Jakob auch mitkickten. „Jetzt müssen sie sich durchsetzen bei Hessen Kassel und die Wohlfühloase verlassen“, sagt Karsten.

Der Aufwand ist für beide Väter mit Strapazen verbunden, Stefan Klawonn aber verdeutlicht: „Klar, aber es ist machbar. Und ich wollte es mir in einigen Jahren nicht vorwerfen, meinem Sohn diese Chance nicht gegeben zu haben. Wir wechseln uns mit den Fahrten ab.“

23 Spieler umfasst der Kader in der U14 des KSV Hessen, 16 davon haben eine Einladung zur Regionalauswahl bekommen. Es spricht viel dafür, dass einige in die Röhre gucken müssen, und auch Jakob antwortet fast wie aus der Pistole geschossen. „Im nächsten Test will das Trainerteam fünf Spieler daheimlassen.“  red » VIELE TALENTE

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