Tischtennis/Verbandsliga: Lax verliert in der Punktrunde und gewinnt im Pokal

„Das hat uns weh getan“

Mike Walther lässt den Ball vor dem Aufschlag auf seinem Tischtennisschläger tanzen. Seine Mannschaft, der TTC Lax, muss aufpassen, in der Punktrunde nicht in den Abstiegsstrudel zu rutschen. Foto: Eyert

Bad Hersfeld. Um kurz nach Mitternacht gingen die Lichter in der Turnhalle der Grundschule an der Sommerseite aus: Die „lange Tischtennisnacht“ des TTC Lax, war zu Ende. Sie hatte den Hersfeldern eine auf den ersten Blick ausgeglichene Bilanz in zwei Begegnungen gegen Stadtallendorf beschert - ein Sieg im Pokal sowie eine Niederlage in der Punktrunde der Verbandsliga Herren.

Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass das 5:9 in der Punktrunde die Laxer mehr belastet, als ihnen im Moment lieb sein kann. Mit 14:10 Punkten sind sie zwar noch Vierter, aber der Abstand zum achten Platz, den momentan Eschenstruth hält, ist nicht mehr groß.

„Und genau dieser achte Platz würde die Relegation mit den Bezirksoberligisten bedeuten. Marc Hannes weiß, um was es geht. „Im Prinzip war es ein Sch...wochende. Die Niederlage hat uns echt weh getan, zumal es auch die vierte in Folge war. Ich befürchte, wenn wir so weiter machen, geraten wir noch in den Abstiegsstrudel“, meinte der Laxer Mannschaftskapitän.

„Ich befürchte, wir geraten noch in den Abstiegsstrudel.“

Kapitän Marc Hannes

Es war auch diesmal wieder das alte Leid. „Wir haben stark begonnen und dann auch stark nachgelassen,“ so kommentierte der Kapitän die Leistung des Teams. Und er bezog sich mit in die Kritik ein.

Gerade dem auf Position zwei spielenden Laxer Spitzenmann war etwas passiert, wovon er niemals zu träumen gewagt hätte. Er führte im Einzel gegen Stadtallendorfs Nummer eins, Thorsten Max, mit 2:0, musste sich dann aber mit 9:11, 11:13 und 4:11 mit 2:3 noch beugen.

„So etwas ist mir in meiner gesamten Laufbahn nicht passiert“, meinte Hannes. Auch Jörn Hannes-Hühn war nicht in Form und verlor sein Einzel. Glücklich konnten sich die Hersfelder schätzen, dass sie neben dem stets souveränen Mike Walther noch Alexander Stezjuk in ihren Reihen hatten. „Er hat diesmal seine Sache recht ordentlich gemacht“, sagt Hannes.

Nicht mehr mit voller Kapelle

Stezjuk verlor zwar das Doppel mit Max Quant, gewann aber beide Einzel, in denen er seine kämpferischen Qualitäten zeigte. Seine gute Form wird bereits am kommenden Samstag gefragt sein, wenn Lax im nächsten Spiel zu Hause gegen die SVH Kassel antritt. Im Pokal im Anschluss an das Punktrundenspiel trat Stadtallendorf nicht mehr mit voller Kapelle an, so dass die Hersfelder beim 4:2 durch Punkte von Hannes und Walther im Doppel sowie im Einzel, wobei Hannes gleich zweimal erfolgreich war, relativ leichtes Spiel hatten.

Von Hartmut Wenzel

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