FRAUENFUSSBALL-VERBANDSLIGA

Soisdorfs Fußballerinnen stehen vor dem dritten Jahr

Die Ransbacher Fußballerin Nina Spilke (vorn) führt den Ball.
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Leistungsträgerin: Die Ransbacherin Nina Spilke (vorn) hat mit guten Trainingsleistungen überzeugt.

Mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger Gläserzell II nehmen die Fußballerinnen des SC Soisdorf am Samstag (16 Uhr) die Saison in der Verbandsliga auf. In der zurückliegenden „Corona-Saison“ sprang Platz zwei heraus.

Soisdorf – Die Eindrücke nach einer langen Vorbereitung, in der sich das Team seit Ende Juli befindet, machen Mut: Es wirkt stabil, eingespielt, zieht im Training prima mit und harmoniert. Jede Spielerin hat ihre Position im System der letzten Serie gefunden, jede zeigt großen Willen. Die SCS-Fußballerinnen scheinen - mindestens - auf demselben Stand zu sein, wie dies in der vergangenen Serie der Fall war, als sie hinter Hessen Kassel ins Ziel kamen.

Die Testspiele

Da gab es einige. In Bad Salzungen sprang ein 6:3-Sieg heraus, jüngst im Finale des Kreispokals ein 7:0-Erfolg gegen Dittlofrod/Körnbach (Tore: Michel 2, Roth, Hemmerling, Spilke, Ostertag und ein Eigentor), und beim Kreisoberligisten Dittlofrod/Körnbach hieß es 5:1. Gegen letztgenanntes Team trat Soisdorf jüngst auch im Pokal-Endspiel an. Zwei vereinbarte Tests gegen die Hessenligisten Pilgerzell und Ober-Olm mussten abgesagt werden.

Der Modus

Die Verbandsliga Nord der Frauen besteht in der kommenden Serie aus 14 Teams - und tritt in einem alternativen Spielmodell an. In der Vorrunde spielen zwei 7er-Gruppen in Hin- und Rückspiel gegeneinander, ehe es im zweiten Teil der Saison eine Meister- und Abstiegsrunde gibt.

Soisdorf trifft zunächst auf sechs Teams: mit Gläserzell II, Freiensteinau und Aufsteiger Poppenhausen drei aus der Region Fulda - und mit Naunheim, dem Kontrahenten in Spiel zwei in der kommenden Woche, Pohlheim und Klein-Linden drei aus dem Raum Gießen.

Das Personal

Aus zwei Torfrauen und 16 Feldspielerinnen besteht der Kader. Neu ist die B-Juniorin Antonia Spiegel, eine 15-Jährige aus Schwarzbach. Auf dem Weg zurück sind zwei Spielerinnen, die sich Kreuzbandrisse zugezogen hatten. Katharina Michel ist bereits spielfähig, noch im Aufbau, aber im regelmäßigen Training ist Marielle Fischer.

Indessen ist eine Lösung auf der Position der Torfrau notwendig. Denn die Ex-Kathuserin Ann-Kathrin Weber ist - genauso wie Anne Marx, der Motor im Mittelfeld - schwanger. Beide fallen zunächst aus, erwarten im Januar nächsten Jahres Nachwuchs und könnten eventuell im Frühjahr wieder einsteigen. So muss sich Veronika Hahn mit der Position zwischen den Pfosten anfreunden. So neu ist dies für sie, kam sie dort doch schon einige Male zum Einsatz. Zweite Torhüterin ist Daniela Wilke, die jedoch im Schichtdienst arbeitet. Zudem stehen Natascha Vogt und Denise Jakob nur noch als Stand-by-Spielerinnen zur Verfügung.

Das Lob

Das hat sich die Ransbacherin Nina Spilke verdient. Sie besuchte jedes Training, verbesserte sich auffallend im Zweikampf, wirkt läuferisch stark und präsent. Weitere Option: Lisa Schäfer nahm in der Vorbereitung ab und an eine offensivere Rolle im Mittelfeld ein.

Der erste Gegner

Gläserzell II stellt die Reserve des Hessenliga-Teams und stieg als souveräner Gruppenliga-Meister auf. Doch Soisdorf bewies in der vergangenen Serie oft genug seine Stärke auf eigenem Platz und hat natürlich den Anspruch, sein Heimspiel am Samstag zum Auftakt zu gewinnen. (red)

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