Fußball-Kreisoberliga

Niederaula startet Vorbereitung

SG Niederaula/Kerspenhausen, Daniel Orth .
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Ein kleiner Schritt für die Mannschaft, ein großer Schritt für Daniel Orth: Das Niederaulaer Eigengewächs ist seit dem vergangenen Jahr Trainer bei seinem Heimatverein.

Seit zehn Monaten ist Daniel Orth schon Trainer beim Fußball-Kreisoberligisten Niederaula/Kerspenhausen. Aber seine Mission beginnt erst jetzt richtig.

Daniel Orth ist immer in der Mitte zu finden. Bei der Begrüßung seiner Mannschaft, beim Aufwärmspielchen „Sechs gegen zwei“ genauso wie bei den Kraft- und Fitnessübungen. Oder beim abschließenden Spiel – der Coach, der erst vor Kurzem 30 geworden ist, ist überall dabei. Das Team spitzt die Ohren bei seinen Anweisungen, macht mit großem Eifer mit. Selbst die älteren und erfahrenen Akteure wie Andy Brieschke oder Bekim Mustafi haben ihren Spaß an Orths Training. Stets an seiner Seite: Co-Trainer Felix Bodes.

Eigentlich ist Orth schon fast ein Dreivierteljahr Trainer in Niederaula. Er folgte nach der Hinrunde für den glücklosen Marc Friedel, der jetzt in Schlüchtern ist.

Doch seine Mission beginnt erst jetzt. Auf eine echte Bewährungsprobe draußen auf dem Feld musste der neue Trainer bislang warten. Vorbereitungstraining auf die Rückrunde sowie das Corona-bedingte Training der letzten Wochen – das war es bislang. Immerhin schaffte Niederaula unter seiner Leitung auf Anhieb den Titel des Hallenkreismeisters.

Die Pandemie hat auch seine privaten Pläne durchkreuzt. So heiratet er in Kürze seine Freundin Jana standesamtlich, die kirchliche Trauung aber wird auf das kommende Jahr verschoben. Obwohl Orth bei den Senioren Trainer-Novize ist, heben einige der Liga-Kollegen sein Team auf den Favoritenschild. Bei vielen Übungsleitern der Liga fällt bei der Nennung des Meisterkandidaten der Ortsname Niederaula. Doch der Coach wiegelt ab, für ihn sind Dittlofrod/Körnbach sowie Mecklar/Meckbach/Reilos die ersten Kandidaten auf den Aufstieg. „Dittlofrod wollte schon immer etwas mehr als um den achten Platz mitspielen und Meckbach hat sich ziemlich gut verstärken können. Wir haben hier eigentlich einen guten Kader, aber um ganz oben mitzuspielen, ist der nicht breit genug.“

Was passiert, wenn es Verletzungen oder Sperren gibt? Orth hat zwar stets die Fußballschuhe dabei. Aber Einsätze von ihm sollen die große Ausnahme bleiben. Er muss nach mehreren Eingriffen an der Hüfte vorsichtig bleiben.

Mit Nils Wenzel hat ein wichtiger Spieler die SGN wieder Richtung Hessenligist Hünfeld – von dort ist der Hersfelder hergekommen – verlassen. Orth, der selbst in Hünfeld spielte, kann diesen Schritt nachvollziehen: „Wenn ich die Option hätte, würde ich das auch noch mal machen.“

Dafür ist Fabian Koch aus Steinbach wieder zu seinem Heimatverein zurückgekehrt. „Er hat sehr viel in den beiden Jahren in der Hessen- und Verbandsliga gelernt.“ Auch auf Johann Beck, den Cousin von Fabian Koch, der aus der A-Jugend altersbedingt aufstieg, darf man in Niederaula gespannt sein. Orth traut ihm einiges zu. „Er ist schnell, ausdauernd und spielt einen ruhigen Ball.“ Der dritte Zugang ist Tobias Hartung von der SG Niederjossa/Breitenbach, der früher auch in Brunslar in der Gruppenliga spielte.

Neben dem Training – dreimal die Woche bittet Orth sein Team auf den Platz – wird es auch einige Freundschaftsspiele geben. Und am 16. August auch ein kleines Turnier mit der 2. Mannschaft und der A-Jugend.

Von Hartmut Wenzel

Macht alle Übungen mit: Niederaulas Trainer Daniel Orth mit einem Gymnastikball, hinten Co-Trainer Felix Bodes.
Ist jetzt Seniorenspieler: Johann Beck
Rückkehrer aus Steinbach: Fabian Koch

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