Fußball-Kreisoberliga: SG Hessen/SpVgg erwartet am Sonntag den FSV Hohe Luft

Brisanz im Stadtderby

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So war’s im Hinspiel: Hohe Lufts Fabian Mafuruse (links) im Duell mit dem Ex-FSV-ler Johann Eirich. Der traf zum 1:1-Endstand im Vergleich am Lollssamstag vergangenen Jahres.

Bad Herfseld. Früher war dieses Duell einmal eine große Zugnummer. Den Beweis, dass es seinen Reiz nicht verloren hat, können die Fußballer am Sonntag erneut antreten. Dann prallen in der Kreisoberliga die SG Hessen/SpVgg und der FSV Hohe Luft im Hersfelder Stadtderby aufeinander. Anstoß: 15 Uhr. Der Spitzenreiter hat den Vierten zu Gast.

DIE FORM

Die spricht eindeutig für die SG Hessen/SpVgg, die zuletzt überzeugte, acht Siege in ebenso vielen Spielen in diesem Jahr und vier Auswärtssiege am Stück einfuhr. Dem 3:0 im Nachholspiel in Bebra folgten der 1:0-Erfolg im Spitzenspiel in Oberaula sowie zwei dreifache Punktgewinne über Ostern: 4:1 in Rotenburg und 3:1 in Richelsdorf bei der SG Wildeck, die bis dahin noch nicht verloren hatte in 2017.

Die Formkurve des FSV bietet in jüngster Vergangenheit Ausschläge nach oben und unten: 2:1 gegen Soisdorf, 1:5 gegen Ober-/Untergeis, 3:2 gegen Hohenroda, 1:0 in Dittlofrod und 1:2 gegen Niederaula/Hattenbach.

DAS HINSPIEL

Das endete am Lollssamstag vergangenen Jahres vor für den FSV ansprechender Zuschauerkulisse 1:1. Bojan Kostadinov brachte Hohe Luft in Führung (35.), Johann Eirich glich aus (76.).

DAS SAGEN DIE TRAINER

„Es steckt immer Brisanz in diesem Derby“, betont Adrian May, an Roman Prokopenkos Seite Teil des Spielertrainer-Duos der SG Hessen/SpVgg. „Hohe Lufts Trainer Martin Heß kennt viele unserer Spieler. Und im Hinspiel haben wir uns schwergetan. Deshalb sehe ich uns eher nicht als Favoriten.“ Der 25-Jährige könne sich nicht daran erinnern, dass ein Team, in dem er mitwirkte, acht Siege in Folge hinlegte. „Doch wir arbeiten weiterhin hart und nehmen die Serie nicht als normal hin. Es gibt noch einige Aspekte, die wir verbessern müssen.“

DAS PERSONAL

Wenn Hohe Lufts Coach Martin Heß über sein Personal für das Duell am Sonntag spricht, wirkt es fast so, als müsse er im Telefonbuch blättern. Oder wie er bemerkt, „wahrscheinlich spielt unsere Zweite. Das wird ’ne ganz wilde Geschichte“. Der FSV sei froh, momentan eine Reserve aufbieten zu können.

Die Liste der Ausfälle ist lang. Sie reicht von Habryka (Schlüsselbeinbruch) über Dominic Eyerich zu Rezan Demir (beide Muskelfaserriss) – um nur einige Spieler zu nennen. Helke, Bachmann und Schmidt mussten am vergangenen Sonntag raus. Sie drohen, allesamt länger auszufallen. Auch Kostadinov fehlt seit drei Wochen. Nenad Jovanov, der wie David Tomasch zur Winterpause kam, ist im zweiwöchigen Kroatien-Urlaub. Hoffnung gibt es bei Peters (lag mit Grippe flach) und Domachowski.

Übersichtlicher sieht es beim sonntäglichen Gastgeber aus. „Es müssten soweit alle fit sein“, bemerkt Adrian May. Bei seinem Kollegen Roman Prokopenko bleibt die Schulter ein Thema, Valentin Lendowski ist vom einmonatigen Thailand-Aufenthalt zurück, wird für den Kader wohl noch nicht in Frage kommen. Ob das Stadtderby so wieder zur Zugnummer taugt?

Von Walter Kell

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