Sportkegeln

Bosserode träumt vom Bundesligaaufstieg

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Peilt mit seinem Team den Bundesliga-Aufstieg an: Mannschaftsführer Tobias Bri ll. 

Es ist schon jetzt der größte Erfolg des Kegelsports im Kreis Hersfeld-Rotenburg: AN Bosserode ist zum ersten Mal Meister der 2. Bundesliga Süd.

Bosserode – Und hat die große Chance, in den Aufstiegs-Playoffs in die eingleisige 1. Bundesliga aufzurücken. Gegner sind die hinter den Wildeckern platzierten Mannschaften aus Gilzem, Neuhof und Kirchberg.

„Wir haben nicht direkt vorhergesagt, dass wir dort landen, aber es war schon unser angestrebtes Ziel“, erklärt Tobias Brill, Mannschaftsführer der Bosseröder. Schon im Vorjahr waren die Bosseröder auf Erstligakurs, doch in den Playoffs verletzte sich Michael Reith so schwer, dass er nicht weiterspielen konnte. Der Aufstigstraum platzte sozusagen auf den letzten Bahnen.

Doch das Verletzungspech, es klebt dem Team offenbar an den Kugeln. Vor wenigen Wochen musste Leistungsträger Andreas Sekulla unters Messer – eine Meniskusoperation war nicht mehr aufzuschieben. Er fällt somit natürlich für die Playoffs aus.

Damit nicht genug: Während Stefan Michel, Routinier mit Bundesliga-Erfahrung, mit Leistenbruch spielt, plagt Michael Reith seit Wochen eine Knieverletzung. Angeschlagen biss er sich durch die letzten Partien der Serie. „Er hat gesagt, dass er spielt, bis das Bein abfällt“, zitiert Tobias Brill den Leistungsträger.

Fit sind dagegen Brill selbst, Justin Ehling, René Windolf und Thilo Köhler, der sich als Vertreter für Sekulla glänzend einfügte. Sollte noch ein Akteur kurzfristig passen müssen, stehen fünf Optionen zur Wahl.

Neben den Routiniers Bodo Bartholomäus und Sigurd Staniczek könnten auch die Nachwuchskräfte Adrian und Marlon Bartholomäus sowie Hannes Killmer zu einem Playoff-Einsatz kommen. Natürlich aber hoffen die Bosseröder, dass Reith und Michel in den entscheidenden Partien der Saison durchhalten.

Ein besonderes Pfund, mit dem die Bosseröder seit Jahren wuchern können, ist ihre Heimbahn im benachbarten Raßdorf. Sie ist für Gäste, die dort nicht „eingefuchst“ sind, schwierig zu spielen. „Da muss man schon ein bisschen fuddeln“, erklärt Tobias Brill schmunzelnd. Ein Heimspiel verloren hat seine Mannschaft demzufolge seit drei Jahren nicht mehr.

Allerdings gilt eine solche Heimstärke auch für die Konkurrenz aus Gilzem, Kirchberg und – mit leichten Einschränkungen – Neuhof. Mit anderen Worten: Entscheidend wird sein, wie die jeweiligen Gäste mit den Auswärtsbahnen zurechtkommen.

Gelingt das den Bosserö-dern bei den ersten drei Playoffpartien gut, könnte am 14. März der Aufstieg gefeiert werden.

Quelle: HNA

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