Bezirksoberliga Frauen: TVH spielt Samstag Derby in Schenklengsfeld

HSG-Trainerin Zrinka Bors beklagt Personalprobleme

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Hat Personalprobleme: Landecks Trainerin Zrinka Bors.

Schenklengsfeld. Das wird sicher spannend: Ein sogenanntes Vier-Punkte-Spiel steht am Samstag in der Handball-Bezirksoberliga der Frauen an. Und es ist sogar ein Nachbarschaftsderby: In Schenklengsfeld stehen sich ab 16.30 Uhr die HSG Landeck/Hauneck und der TV Hersfeld gegenüber. Beide Mannschaften stecken mitten im Abstiegskampf – die Gastgeberinnen sind Tabellenachter, Hersfeld liegt direkt dahinter auf Rang neun. Zwei Zähler trennen beide Teams.

DIE FORMKURVE

Landeck/Hauneck – das muss man so sagen – steckt in der Krise. Sieben der letzten acht Spiele hat die Mannschaft von Trainerin Zrinka Bors verloren. Nach einem ordentlichen Saisonstart mit 8:6 Punkten folgte der Absturz auf Tabellenplatz acht. „Unser Ziel ist nach wie vor der Nichtabstieg. Wir haben anfangs etwas über unserem Niveau gespielt. Mit den vielen Verletzten ist es derzeit schwer für uns“, sagt Zrinka Bors.

Besser sieht es beim Nachbarn Hersfeld aus. Mit zwei deutlichen Siegen gegen die beiden Kellerkinder Bad Sooden-Allendorf (29:10) und WHO (25:10) haben sich die Hersfelderinnen mit Nachdruck aus der Winterpause zurückgemeldet. Und können dem weiteren Saisonverlauf zuversichtlicher entgegenblicken. „Ich bin mit der Entwicklung ganz zufrieden. Wir stellen uns allmählich ganz gut aufeinander ein. Aber es wird noch ein schwerer Weg für uns aus dem Tabellenkeller“, sagt die neue Trainerin Sabine Teichmann zurückhaltend.

DAS HINSPIEL

Mit 24:18 setzte sich Landeck/Hauneck am letzten Oktoberwochenende in der Geistalhalle durch. Die Entscheidung fiel dabei Mitte der zweiten Halbzeit, als die Gäste sechs Treffer in Folge erzielten und sich auf 19:9 absetzten.

Mit der offensiven Abwehr der HSG kamen die Hersfelderinnen nicht zurecht und scheiterten zudem häufig an Gästetorhüterin Christina Lyding. Beste Werferin der HSG war Ramona Schmidt mit sieben Treffern. Für den TVH war Sina Hildebrand mit fünf Treffern am erfolgreichsten.

DIE ERWARTUNGEN

„Ich erwarte eigentlich nur, dass wir uns nicht kampflos ergeben. Hersfeld ist mit den Rückkehrerinnen Sophia Christen und Luisa Teichmann beinahe auf jeder Position besser besetzt als wir“, sagt Bors. Ihre Trainerkollegin geht überraschend vorsichtig ins Spiel. „Wir dürfen uns nicht den Schneid abkaufen lassen und müssen über eine stabile Abwehr ein schnelles Spiel aufziehen“, sagt Teichmann. Weil Zrinka Bors den TVH aus dem Eff-Eff kenne, erwartet Teichmann einen knappen Spielausgang bei dem die Tagesform entscheidet.

DAS PERSONAL

Katrin Maronn und Lena Aumann (Handbruch) fallen ebenso aus wie Meike Thomas, die sich am Wochenende eine schwere Rippenprellung zugezogen hat. Auch einige andere Spielerinnen der HSG sind angeschlagen. Keine Sorgen hat dagegen Sabine Teichmann zu beklagen. Sie hat alle Akteurinnen an Bord. „Die jungen Spielerinnen profitieren von der Erfahrung der älteren. Und diese wiederum vom Ehrgeiz und der Schnelligkeit der Jungen. Die Mischung passt schon ganz gut“, sagt sie.

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