Handball-Landesliga Frauen: FSG hakt vor Heimspiel den Rückschlag ab

Der Blick geht nach vorne

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FSG will ganz schnell zurück in die Erfolgsspur: Dazu möchte Eva Golkowski gerne beitragen.

Rotenburg. Die Landesliga-Handballerinnen der FSG Rotenburg/Baumbach/Bebra haben im Training mächtig Dampf gemacht, um ihr Heimspiel morgen um 15.30 Uhr gegen Aufsteiger FSG Ost-/Mosheim/Malsfeld erfolgreich zu gestalten.

Matthias Gerlich, der Trainer der Gastgeberinnen, hat in dieser Woche alles versucht, seine Schützlinge nach der Niederlage in Dittershausen wieder aufzurichten.

Drei Trainingseinheiten, umfangreiche Einzelgespräche, eine Videoanalyse - und natürlich ist auch ordentlich Schweiß geflossen. „Nur draufzuhauen hat ja auch keinen Sinn, zumal sich die Mädels ja schon selbst genug Gedanken gemacht haben. Aber ich habe die Schlagzahl schon etwas erhöht“, erklärt Gerlich.

Die Spielerinnen erreicht

Erreicht hat er seine Spielerinnen wohl. Denn die eine oder andere verbale Spitze scheint bei mancher schon bei den Trockenübungen leistungsfördernd gewirkt zu haben. Weitere negative Auswirkungen der überraschenden Schlappe – abgesehen vom Zweipunkterückstand gegenüber Baunatal – befürchtet Gerlich jedenfalls nicht.

Es spricht auch nichts dagegen, dass sein ja nach wie vor so gut wie noch nie platziertes Team gestärkt aus dem Rückschlag hervorgehen wird. Deckel drauf - der Blick geht nach vorne.

Obgleich das Hinspiel am Ende noch deutlich gewonnen wurde, war schon damals zu sehen, dass Ost-/Mosheim über viel Potenzial verfügt. Von ihrer individuellen Stärke her hat es Matthias Gerlich besonders Rückraumspielerin Anett Belsö angetan. Zusammen mit Linksaußen Katharina Nägel zählt sie zu den Aktivposten der Gäste. Auch ihre routinierte Torfrau Claudia Steinbach sollte gegen die zuletzt abschlussschwachen Gastgeberinnen erst gar nicht auf Betriebstemperatur kommen. Dass der Neuling mit ausgeglichenem Punktekonto auf Platz sechs steht, ist bestimmt kein Zufall.

Um diesmal aber nicht wieder so leicht von einem taktischen Winkelzug aus dem Konzept gebracht zu werden, hat der Coach im Training nicht nur stur Spielzüge üben lassen, sondern auch, „dass wir aus dem freien Spiel heraus Ideen entwickeln“.

Grein muss Dienst schieben

Den besten Eindruck haben zuletzt noch die Keeperinnen gemacht. Johanna Grein wird morgen allerdings fehlen. „Sie hat Dienst, wird möglicherweise aber wieder mit einigen Leuten aus dem Wohnheim einen Ausflug zum Spiel machen. Allerdings hat sie diesmal eben Aufsichtspflicht“, berichtet ihr Trainer, der sich aber über jede zusätzliche Unterstützung von den Rängen freuen würde. Denn das Publikum ist gerade jetzt gefordert, die bisher so stark aufgetretenen Einheimischen zu unterstützen. Mit zwei Heimspielen in Folge könnten alle zusammen das vergangene Wochenende schnell vergessen machen.

Von Andreas Köhler

Quelle: HNA

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