Handball-Landesliga: Hersfeld gewinnt Spitzenspiel in Wanfried mit 20:19 – Reinhardt trifft siebenmal

TVH bleibt auch auswärts stabil

Zugepackt: Die Hersfelder Jonathan Kromm (links) und Andreas Krause stoppen Wanfrieds Kreisläufer Milos Milosavljevic. Links schaut Fynn Reinhardt zu. Foto: Markus Claus

Wanfried. Eigentlich hatte das Spitzenspiel der Handball-Landesliga zwischen Wanfried und Hersfeld keinen Sieger verdient. Am Ende erwiesen sich die Gäste vor etwa 300 Zuschauern aber als etwas cleverer und bleiben mit dem 20:19-(10:6)-Erfolg im Rennen um den Titel, während der VfL nach zuletzt acht Siegen in Serie erstmals wieder das Parkett als Verlierer verlassen musste. Wir haben den Spielfilm der Partie vom Samstag:

1. bis 15. Minute

Von Beginn an war klar – es wird ein Spiel der Abwehrreihen, hinter denen mit Sebastian Krause (VfL) und Kai Hüter (TVH) zudem zwei bärenstarke Torleute standen. Etwas besser starteten die Gastgeber in das Spiel zweier Teams auf Augenhöhe, denen der gegenseitige Respekt deutlich anzumerken war. Nach dem 2:0 für den VfL erzielte der starke Youngster Fynn Reinhardt den ersten Treffer für die Gäste, ehe Michael Krause (10.) ausglich. Aber auch das Manko des VfL war früh sichtbar: Nicht nur, dass Vladimir Djuric einen Siebenmeter verwarf, weitere glasklare Chancen wurden ebenfalls vergeben und so stand es nach einer Viertelstunde 3:3.

16. bis 30. Minute

Die Gäste gingen erstmals in Führung, doch die Gastgeber zogen nach. In der Endphase der ersten Halbzeit zog das Schiedsrichtergespann Groß/Lukas (Bruchköbel) den Unmut der Zuschauer auf sich. Einige kaum nachvollziehbare Entscheidungen gegen den VfL und in diesem Zusammenhang kurz nacheinander Zeitstrafen gegen Milosavljevic (26.) und Krause (27.) brachten die Hausherren etwas aus dem Tritt, so dass es plötzlich 6:10 stand.

31. bis 45. Minute

Es blieb das Spiel der Abwehrreihen. Die Brombeermänner zeigten tolle Moral und waren nach drei Treffern in Folge beim 9:10 (37.) zurück. Beim 13:13 (42.) schien die Partie zu kippen, doch Djuric verpasste es, mit einem Siebenmeter die VfL-Führung zu erzielen. So ging es mit einem Remis in die Schlussphase.

46. bis 60. Minute

Bei 15:15 (48.) stand die Partie weiter auf des Messers Schneide, ehe das eintrat, was Wanfrieds Trainer Stefan Schröder am Ende als einziges am Auftritt seines Teams zu kritisieren hatte. „Wir haben einfach zu viele klare Chancen vergeben“, trauerte er den sehr guten Möglichkeiten hinterher, die im Umkehrschluss durch die Gäste bitter bestraft wurden. Als Fynn Reinhardt mit seinem siebten Tor das 17:20 (56.) erzielte, war die Partie entschieden – auch wenn der VfL am Ende noch etwas Ergebniskosmetik betrieb. DAS SAGT

VfL: Degenhardt, Krause, Werner - Milosavljevic 1, Lippold 2, Ebel, Schröder, Djurig 6/2, Weiß 1, Schneider, Nemenco 6/1, Wehr, Stradal 3.

TVH: Hüter, Kretz - Deppe, Köpke, M.Krause 4, Kemmerzell 5/2, Hampe, Petersen 2/2, Wiegel 1, Reinhardt 7, A.Krause, Kromm 1

SR: Groß/Lukas - Z:300

Zeitstrafen: 8:0 Minuten - Siebenmeter: 6:3 - 4:3

Von Stefan Konklowsky

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