NACHSPIELZEIT

Bierlaunen und Daumendrücken

Hartmut Wenzel, Sportredakteur Hersfeld
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Hartmut Wenzel

In dieser Kolumne geht es um einen belgischen Erstdivisonär, um Aufstiegschancen für Hansa Rostock, Spielerwechsel in der A-Liga und ein Ereignis, das nun 30 Jahre alt ist.

Für den Unterhauner Daniel Hanslik und seine Mannschaft Hansa Rostock sind die letzten beiden Partien in der dritten Fußball-Liga nicht unbedingt von Erfolg gekrönt gewesen. Ein torloses Remis in Duisburg und ein 1:1 gegen den in Insolvenz befindlichen 1. FC Kaiserslautern machen zwar sechs Spiele ohne Niederlage komplett, aber gerade bei den beiden Unentschieden war deutlich mehr möglich. Pech, besonders für Hanslik, der gute Spiele ablieferte, aber nicht zum Torerfolg kam. Seine Auswechslung in Duisburg bezeichnete der Kommentator als „Höchststrafe“ – andere seien viel schlechter gewesen. Drei Spieltage vor Saisonende liegen die Rostocker vier Punkte hinter dem Dritten Würzburg. Am heutigen Samstagmittag, 14 Uhr, besteht die letzte Chance für die Ostseestädter, im Kampf um den Aufstieg in Würzburg noch einmal einzugreifen. Das Daumendrücken in der Heimat, vor allem von seinen ehemaligen Kollegen aus Jugendtagen und vom SVA Bad Hersfeld und dem SV Steinbach, ist Hanslik gewiss.

Manchmal, so könnte man meinen, ist selbst in dieser Coronazeit alles wie immer. Zumindest was die Spielerwechsel im Fußball betrifft, ist das Bäumchen-Wechsel-dich-Spiel im Juni dasselbe wie in den vergangenen Jahren. Aufgerüstet hat auch A-Ligist SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain. Mit Toptorjäger Christian Winter aus Wildeck, Alexander Lepke, Marius Riese – beide Hohenroda – und Nils Rüger aus Weidenhausen beispielsweise. Eines ist sicher: Die Derbys gegen den SV Unterhaun, der die vergangene Serie als Zweiter abgeschlossen hat und wegen des schlechteren Quotienten nicht aufsteigen darf, werden mit großer Spannung erwartet. Hier sind neu im Team um Spieletrainer Fabian Kallée: Benny Wolf und David Wingenfeld. Beide kommen vom Kreisoberligisten SC Rasdorf.

Fußball-Weltmeisterschaft 1990, Viertelfinale Deutschland gegen die Niederlande. Sie wissen schon: Die Spuckattacke von Frank Rijkaard gegen Rudi Völler, die ungeahnte Kräfte im deutschen Team freisetzte. Oder der Einsatz von Jürgen Klinsmann, der gegen die Holländer wohl sein bestes Spiel bestritt und das 1:0 markierte. Ohne dieses Spiel, sagen viele, wäre der WM-Sieg nicht möglich gewesen. 30 Jahre ist das nun genau her. Wie schön es manchmal ist, in Erinnerungen zu schwelgen. Bleiben Sie gesund!

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