Bei der SG Festspielstadt/SpVgg reift ein Team heran

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Tim Emmerich, Mittelfeldspieler der SG Festspielstadt SpVgg Bad Hersfeld.

Petersberg. Dass die SG Festspielstadt SpVgg. Bad Hersfeld in ihren beiden ersten Spielen der Serie sechs Punkte geholt hat als Aufsteiger in die Fußball-Gruppenliga, ist schön.

Sie füttern das Selbstvertauen, tun der Seele gut und stärken die Zuversicht, bisher vieles richtig gemacht zu haben. Wichtiger als dieser Umstand war aber nach dem 3:1-Sieg am Freitagabend beim RSV Petersberg die Erkenntnis, dass das Team auf bestem Wege scheint, als solches aufzutreten und zu arbeiten. Aus einer starken und kompakten Mannschaftsleistung ragte die Vierer-Mittelfeldreihe heraus: Sie spielte diszipliniert, war laufstark, hielt das Spiel des Gegners vom eigenen Tor weg – und fütterte die schnellen Spitzen Philipp Prokopenko und Crawford, der sich erneut ein Fleißkärtchen verdiente und stets gefährlich war.

Einer des Mittelfeld-Quartetts: Tim Emmerich. „Kompliment an die Manschaft. Wir haben gekämpft und die Räume eng gemacht“, gab er das Lob geschickt weiter. Klein brauchte sich „Lothar“, wie er in Anlehnung an den früheren Dortmunder „mit der linken Klebe“ Lothar Emmerich von seinen Mitspielern gerufen wird, aber nicht zu machen.

Geschick im Umgang mit dem Ball, Spielintelligenz und das Gespür für Räume erlauben es ihm, fußballerisch sehenswerte Akzente zu setzen. In der Entstehung des 2:1 bediente er den Torschützen Crawford, später noch einmal, als Crawford im Abschluss scheiterte.

„Ich fühle mich einfach wohl und so richtig drin in der Mannschaft“, sagte Emmerich, der schon in Hohenroda zwei Jahre in der Gruppenliga spielte – und auch in Hersfeld im zweiten Jahr in der Liga Erfahrungen sammelt. „Ich habe mich weiterentwickelt. Fußballerisch, taktisch, körperlich“, fügte er hinzu, „es macht Spaß derzeit“. Wichtig für den sensiblen Kicker, dass er das Vertrauen des Trainers spürt: von Roman Prokopenko. Der betonte, dass er in der Vorbereitung immer wieder Wert darauf gelegt habe, Abläufe zu wiederholen.

Positives Ergebnis

Das Ergebnis in positiver Form sah man beim Auftritt auf dem großen Platz am Petersberger Waidesgrund. Während Jürgen Krawczyk, dem RSV-Coach und Fußball-Weisen, Geduld und Leidensfähigkeit nicht abhanden kommen, tun alle Beteiligten der neuen SG Festspielstadt SpVgg Bad Hersfeld gut daran, die Bälle trotz des guten Starts flach zu halten. Auch wenn bei der nächsten Aufgabe am kommenden Sonntag mit der SG Bronnzell ein schlagbarer Gegner anreist. Hersfeld ist dabei, sich zu festigen.

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