Hessenmeisterschaften im Sportschießen

Becker, Mangold und Strack holen Gold in Frankfurt

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Überzeugende Leistung: Tim Becker (Mitte) holte bei den Hessenmeisterschaften der Sportschützen in Frankfurt Gold. 

Tim Becker ist Hessenmeister im 15-Meter-Wettbewerb Zimmerstutzen. Der Vorjahreszweite  wurde Nachfolger von Kathrin Schmidt (Eitra), die diesmal über Rang neun nicht hinaus kam.

Der neue Titelträger, der von seinem Heimatverein Tell Ronshausen zur SG Mengshausen kam und inzwischen die Meisterschaften für die SG Oberaula bestreitet, schaffte den Goldrang bei den Hessenmeisterschaften in den Gewehr- und Pistolendisziplinen im Landesleistungszentrum in Frankfurt mit 266 Ringen und einem Zähler Vorsprung vor dem ersten Verfolger. Dritter ist Mark-Andree Sippel vom SV Stärklos mit 263 Ringen. Mit der Mannschaft der SG Oberaula belegte Becker den 8. Rang.

Besser machte es sein Team in der 50-Meter-Disziplin Sportgewehr-Dreistellung. Oberaula gewann die Silbermedaille in der Besetzung mit Markus Braun, Stefan Eigenbrod und Tim Becker. Mit 1688 Ringen musste das Trio nur dem SV Eschbach aus dem Taunus mit zwei Zählern mehr den Vortritt lassen. Im Einzel sicherte sich Torsten Stähling (Oberaula) eine Bronzemedaille in der Klasse Herren 2 (41 bis 50 Jahre) mit 561 Ringe. Sein Abstand zu den vorderen Rängen: drei und sechs Ringe.

Eine noch bessere Platzierung im Sportgewehr-Dreistellungsmatch erreichte Heiko Faust vom SV Stärklos: Silber in der Klasse Herren III (51 bis 60 Jahre) mit 547 Ringen. Sein Abstand zu Rang eins: zehn Ringe. Seine Zugabe: Bronze mit Kai-Dan Dischert und Ulrich Orth im Altersteam des SV Stärklos mit 1605 Ringen.

Die zweite Goldmedaille in den Kreis Hersfeld-Rotenburg holte Fabian Mangold aus Nentershausen. Der Ligaschütze der SG Mengshausen gewann den 50-Meter-Liegendkampf der Junioren 1 mit 578 Ringen und vier Zählern Vorsprung vor dem ersten Verfolger. Dritter und damit Bronzemedaillengewinner wurde Hannes Richardt von der SG Oberaula mit 572 Ringen. Keinen Start ohne Medaille – das trifft auf Karin Schade zu. Auch 21 Jahre nach ihrem größten Erfolg (vier Weltmeistertitel in Spanien) ist die Ex-Nationalschützin vom SV Meckbach immer noch in blendender Form. Im Luftgewehrwettbewerb der Frauen erreichte sie mit 390 Ringen das Finale der besten Acht, in dem sie erst in der Vorschlussrunde gestoppt wurde. Mit 221,8 Ringen schied sie als Sechste aus.

Das war der dritte Platz, für den sie mit einer Bronzemedaille belohnt wurde. Ein Versuchsballon für sie war der Start in einem neuen Wettbewerb: Kleinkaliber-Gewehr 50 Meter Zielfernrohr. Auch hier stellte Karin Schade ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis: Mit 279 Ringen holte sie sich auf Anhieb die Bronzemedaille vor ihrer Vereinskameradin Annika Peters, die auf 278 Ringe kam.

Bei den Pistolenschützen vergoldete Bastian Strack vom SV Motzfeld seinen ersten HM-Start in der Jugendklasse. Der deutsche Schülermeister des Vorjahres gewann im großen Feld der U 17 die Kombination Sportpistole mit Präzision und Dynamik und 556 Ringen. Seine Zugabe war Silber mit der Hessenauswahl.

Erfolgreich war Dirk Böhle in der Ü50 vom SV Rotensee im 25-Meter-Wettbewerb Schnellfeuerpistole der Herren III. In Wiesbaden errang er die Silbermedaille vor 15 weiteren Startern mit 525 Ringen.

Die Hessenmeisterschaften in den Gewehr- und Pistolendiszipinen werden von Donnerstag, 20. Juni, bis Sonntag, 23. Juni, im Landesleistungszentrum in Frankfurt fortgesetzt.

Von Herbert Vöckel

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