Bebra schnappt sich den Pokal 

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Neuer Kreispokalsieger: Die FSG Bebra darf nach dem 3:2 im Endspiel gegen die SG Festspielstadt jubeln.

In einem spannenden  Fußball-Kreispokalfinale  hatte Bebra am Ende mit 3:2 gegen Titelverteidiger Festspielstadt die Nase vorn.

Das war aber nicht immer so. Nach einer knappen halben Stunde sah es so aus, als würden die Hersfelder, die in den letzten zehn Jahren zusammen mit dem SVA sieben Mal triumphierten, auch diesmal als Sieger vom Platz gehen.

Zu diesem Zeitpunkt hatten Niko Pepic per Strafstoß und Daniel Sondermann, der einen Sololauf von der Mittellinie erfolgreich abschloss, die Kreisstädter mit 2:0 in Führung geschossen. Doch ein Doppelschlag durch Bebras Kapitän Marcel Schmidt brachte die Platzherren wieder zurück.

Zweimal stand er am langen Pfosten goldrichtig und bugsierte das Spielgerät per Fuß und Kopf über die Linie. „Der Anschlusstreffer war immens wichtig“, so FSG-Trainer Andjelko Urosevic, der sich besonders über den zweiten Treffer freute, dem einen Standard vorausgegangen war. „Das haben wir im Training geübt und es hat im Spiel noch besser geklappt“. Auf der Gegenseite ärgerte dies Coach Thorsten Hüter, dessen Plan, den Gegner kommen zu lassen, abzuwarten und zu Fehlern zu zwingen, bis dahin voll aufgegangen war.

Auch der dritte Treffer noch vor der Pause durch Maher Mahmud, der nach Foul an Marvin Schade den fälligen Strafstoß sicher verwandelte, schmeckte ihm nicht. „So darf man nicht grätschen“, so sein Urteil zum Einsatz von Ibrahim Oussmann.

Mit viel Elan gingen die Gäste die zweite Hälfte an, Bojan Kostadinov allerdings legte dafür zu viel an den Tag und sah nach seinem harten Einsteigen gegen Martin Silbermann den gelb-roten Karton. Wer nun unter den gut 300 Zuschauern dachte, die Partie wäre in Überzahl zugunsten der FSG gelaufen, der sah sich getäuscht.

Den Ball abgeschirmt hat hier Simon Hennighausen (Hersfeld, gelbes Trikot) gegen Thomas Eisel.

Die Hüter-Elf bekam immer mehr Oberwasser und mit der Einwechslung von Co-Trainer Emmanuel Crawford wurde es noch einmal richtig spannend. „Die zweite Hälfte war der Beweis, dass uns nicht nur die körperliche Fitness noch fehlt, sondern auch die Abgebrühtheit in der Offensive“, war Urosevic am Ende froh, nicht den durchaus möglichen Ausgleich kassiert zu haben. Zunächst traf Crawford auf Flanke von Pepic die Kugel nicht richtig, kurz darauf fand Simon Henninghausens Heber, der unbehelligt im Strafraum agieren konnte, nicht das Ziel. „Kämpft noch mal“, forderte Bebras Keeper Christopher Hesse seine Vorderleute auf, das Letzte zu geben um den Sieg über die Zeit zu retten. Dass dies von Nöten war, zeigte sich selbst in doppelter Unterzahl der Hersfelder.

Bei der Hersfelder Schlussoffensive nach Pepics Hinausstellung, der an der Außenlinie im Zweikampf zu unbeherrscht zu Werke gegangen war, mussten die Platzherren noch einmal zittern. Zum Glück fehlte der SG im Abschluss die Effektivität, was aber auf der Gegenseite auch für die Eisenbahnstädter galt, die es nicht schafften, den Sack endgültig zuzumachen. Erst nach dem letzten Freistoß von Sondermann, der in der 96. Minute über dem Bebraer Kasten landete, konnte die FSG jubeln. „In der Schlussphase hätten wir noch zwei Buden machen müssen“, so das Fazit von SG-Trainer Hüter, der gerade im zweiten Spielabschnitt mit der Leistung seiner Elf mehr als zufrieden war. „Mit einem Mann weniger so dominant zu spielen, das war schon top wie wir uns präsentiert haben“, ist er zuversichtlich und sieht sein Team gut gerüstet für den Saisonauftakt am Wochenende. " 

VON THOMAS BECKER 

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