Felix Bahn siegt beim Heringer Triathlon 

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Erstmals in Heringen am Start: Jörn Schölling, hier inmitten der „Lollsrunner“ Markus Mende und Volker Meister. 

Heringen. Der Basketballer Felix Bahn ging beim Triathlon in Heringen als Gesamtsieger hervor. 13 Teilnehmer gingen bei dieser Veranstaltung an den Start. 

Klein und fein ist der Wettbewerb, und das bietet so manchen Vorteil. Auch wenn nur 13 Teilnehmer die Ausdauer-Konkurrenz für sich entdeckt haben: Wie in einer Familie fühlt man sich beim 7. Schnupper- und Trainingstriathlon am Heringer Fritz-Kunze-Bad. Gastgeber ist die ist die Triathlonschmiede Werratal beim Wettbewerb der kurzen Wege.

Die Distanzen sind überschaubar: 250 Meter Schwimmen, 13 Kilometer mit dem Rad und 2,1 Kilometer Laufen. Um 10.30 Uhr geht’s los, als Daniel Diel, der 1. Vorsitzende des Veranstalters, den Startschuss am Schwimmbecken gibt. Zusammen mit Uwe Sandrock ist er der Kopf des Wettbewerbs; vor fünf Jahren absolvierten beide den 100-Kilometer-Lauf in Unna.

Diel gibt auch am Sonntagvormittag Gas. Mit dem Megaphon sorgt er für Stimmung und begrüßt die Sportler beim Zieleinlauf. Bereits um 11.14 Uhr trifft der Sieger ein. Er heißt Felix Bahn, kommt aus Ausbach, macht im nächsten Jahr sein Abi an der Modellschule Obersberg und ist Basketballer der U18 des TV Hersfeld.

„Das war ganz schön überzeugend – dafür, dass du kein Triathlet bist“, findet Diel passende Worte. 43 Minuten und drei Sekunden benötigt Bahn für die Gesamtdistanz, mit Abstand Bester im Schwimmen ist er, und auch Erster im Laufen. „Es war mein dritter Triathlon“, sagt der 16-Jährige, der im vergangenen Jahr zwei Wettbewerbe in Heringen absolvierte. Auch zwei Minuten später würzt Diel seine Worte des Empfangs. „Achtung, Achtung, jetzt kommt die schnellste Frau“. So begrüßt er Vanessa-Charlene Michelle Scott im Ziel kommt.

Sie hat hier ihre ersten Triathlon-Schritte gemacht, inzwischen startet sie für den SC Neukirchen. Ihre Zeit von 45:03 stellt sie zufrieden – und als nächste Konkurrenz hat die 26-Jährige den Triathlon am Silbersee in Frielendorf am 5. August ins Auge gefasst.

Sie laufen einem überall über den Weg, die Fußballer. Oder die, die ehemals kickten. Einer von ihnen: der Ausbacher Jörn Schölling, einst auch in Wippershain aktiv. Vor sechs Jahren entdeckte er den Triathlon, startete schon in Frankfurt und Roth – und am Sonntag zum ersten Mal in Heringen. „Ich hab’ zuletzt gar nichts mehr gemacht und fahre verstärkt Rad. Dafür war meine heutige Zeit okay.“

 Es waren 50 Minuten und 44 Sekunden. „So, das lasse ich mir jetzt noch mal durch den Kopf gehen“, flachste sein Kumpel Boris Krieg. Sieben Sekunden lag der Ex-Fußballer aus Großentaft vor Schölling. „Ich mache das eher ein bisschen nebenbei“, bemerkte Krieg über seine Triathlon-Aktivitäten, von den Distanzen her ist das machbar. Es hat Spaß gemacht. Das ist wie ’ne Family, ich kann das jedem nur empfehlen“, fügte Krieg, der 40-Jährige hinzu. Auch ein Gesicht des Wettbewerbs: Heiko Hotziman aus Gethsemane, 44-jähriges Gründungsmitglied der Triathletenschmiede Werratal. Er bestritt seinen 23. Triathlon.

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