Basketball: Titans fahren zum Derby nach Fulda

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Fehlt den Hersfeldern in Fulda: Julian Odeh.

Bad Hersfeld. Osthessenderby und richtig schwierige Aufgabe zugleich: Wenn die TV Hersfeld Titans an diesem Wochenende auf ihren nächsten Bezirksliga-Gegner treffen, wird dies für sie definitiv kein Zuckerschlecken.

Am Samstag, 19 Uhr, sind die Hersfelder Basketballer beim DAFKS Fulda zu Gast – und der, das ist den Titans bewusst, hat mit ihnen noch eine Rechnung offen. Für die Fuldaer, die Ambitionen nach oben hegten, lief das Hinspiel nämlich alles andere als nach Plan.

Im November zeigten sie zwar keine schlechte Leistung, fuhren letztlich aber doch mit leeren Händen nach Hause. Die Hersfelder dagegen erwischten einen richtig starken Tag und belohnten sich am Ende mit einem 91:79-Sieg. Dass die Vorzeichen am heutigen Abend anders stehen, daraus macht Alai Barite keinen Hehl. Der Titans-Trainer erwartet starke Gegner - und hat im eigenen Team mit einigen Ausfällen zu kämpfen. Julian Odeh ist beruflich verhindert, Andreas Tatiev auf Klassenfahrt, Marcel Schmied gesundheitlich angeschlagen und Janus Bubula nach aktuellem Stand berufsbedingt ebenfalls nicht dabei. „Es sieht sehr dünn aus“, sagt Barite, hofft aber trotzdem, mit einer schlagkräftigen Truppe anzutreten.

Heimstarker Gegner 

„Unsere Chance liegt darin, dass die Fuldaer vielleicht denken, dass sie das Spiel bereits gewonnen haben“, meint der Trainer. Dazu verleiten könnte sie der Blick auf die Statistik: Während die Hersfelder seit Dezember nicht mehr punkteten, hat der DAFKS zuletzt zwei von drei Spielen gewonnen. Auf all diese Zahlen gibt Barite allerdings nichts – und verlässt sich stattdessen lieber auf das, was er sieht.

Als Schiedsrichter habe er selbst erst vor wenigen Wochen ein Spiel der Fuldaer gepfiffen, und entsprechend wüsste er, was ihn und seine Spieler erwarte: „Sie sind heimstark, ziemlich selbstbewusst und lassen den Ball gut rotieren“, berichtet er. „Außerdem treffen sie inzwischen von außen recht gut, attackieren aber auch ordentlich und spekulieren immer wieder auf Fouls.“ Er sei sich sicher, dass die Gastgeber noch aggressiver auftreten würden als im Hinspiel, meint der Trainer weiter. Schließlich sei die damalige Niederlage sicherlich noch in ihren Köpfen. Auch vor der Deckung der Fuldaer, in der diese häufig eine sehr offensive Variante wählten, warnt er daher seine Spieler. Die Jungs müssten aufpassen, dass sie nicht früh ins Hintertreffen geraten. Gelinge dies, hätten sie womöglich eine Chance.
Von Kristina Marth

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