Basketball: Titans ernten viel Lob trotz Niederlage gegen den Favoriten ACT Kassel

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Sieg knapp verpasst Die Titans – hier Matteo Eiden, der neun Punkte warf – verloren im Heimspiel nur knapp gegen ACT Kassel.  

Bad Hersfeld – Trotz einer Niederlage nicht unzufrieden dürfen die Basketballer des TV Hersfeld sein. Am Sonntag brachten sie die ACT Kassel VI an den Rande einer Niederlage.

Am Ende unterlagen die Titans 75:88 (41:45), erhielten aber trotzdem jede Menge Lob. TVH-Trainer Alai Barite, der in der Vergangenheit mit Kritik nicht geizte, fand nach dem Spiel nur positive Worte. „Die Jungs haben gutes Teamplay gezeigt und man konnte sehen, dass sie das, was wir am Mittwoch und Freitag im Training geübt haben, im Spiel auch wirklich gut umgesetzt haben“, sagte er.

Obwohl es von der Tabellenkonstellation her mehr das Duell David gegen Goliath war, kamen die Hersfelder gut ins Spiel und präsentierten sich auf Augenhöhe. Sie ließen den Ball immer wieder gut laufen und fanden häufig den freien Mann. Auch ihre Abschlüsse, zuletzt immer wieder ein Problem, waren diesmal häufig von Erfolg gekrönt, sodass sie nach dem ersten Viertel nur 18:22 in Rückstand lagen.

Auch im zweiten Viertel zeigten sie ein gutes Spiel und gingen zwischenzeitlich sogar in Führung. Zur Halbzeit betrug ihr Rückstand erneut vier Punkte – doch Trainer Barite war zuversichtlich. „Die erste Halbzeit hat mir sehr gut gefallen, was die Jungs da gezeigt haben, war wirklich gut“, sagte er.

Sein Team habe nicht nur den Ball gut laufen lassen, sondern auch in der Verteidigung wachsam gespielt. Zudem habe es richtig gut getroffen – nicht nur aus der Nähe, sondern auch die Dreier von außen. Dass es nach dem Seitenwechsel nicht mehr ganz so rund lief und das dritte Viertel mit sieben Punkten verloren ging, nahm Barite ein Stück weit auf seine Kappe. Die Umstellung von Zonen- auf Manndeckung glückte nicht, die sogenannte Helpside, also das gegenseitige Aushelfen, wollte nicht so recht funktionieren.

So gelang es den Kasselern mit all ihrer Routine, sich Zähler für Zähler davon zu schleichen und beim Stand von 71:80 vor dem letzten Viertel schon recht sicher als Sieger festzustehen. Den Schlussabschnitt gestalteten die Hersfelder wieder ausgeglichen– mussten am Ende aber mit der Niederlage leben.

Für ihren Trainer konnten sich die Titans mit dieser Leistung trotzdem sehen lassen. Auch die neuen Spieler hätten sich nicht irritieren lassen und fast alle seien zu Punkten gekommen, meinte Barite. Klar gebe es auch Verbesserungsbedarf, vor allem in puncto Technik und Nervosität. „Manchmal wissen einige noch nicht ganz, was man alles mit dem Ball anstellen kann, da fehlt ihnen einfach noch die Routine. Mit der Zeit wird sich das aber bessern“, war er sicher und gab sich mit Blick auf die Zukunft zuversichtlich.

TV Hersfeld: Alkulani 4, Bahn 8, Bubula 21, Eiden 9, Kasim 3, Kohrock, Okoli 8, Rasuli 6, Schmied 16

Von Kristina Marth

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