Basketball-Bezirksliga: Trainer Barite übt scharfe Kritik

MarcelWeizel

Bad Hersfeld. Der Tuspo Borken bleibt ein Gegner, der den TV Hersfeld Titans einfach nicht liegt: Auch diesmal mussten sich Hersfelds Bezirksliga-Basketballer geschlagen geben. Vor eigenem Publikum hatten die Titans keine Chance und unterlagen mit 63:100 (23:44).

Dabei schienen die ersten Minuten des Spiels Fans und Mannschaft zunächst noch Hoffnung zu machen. Zwar lagen die Hersfelder von Beginn an zurück, jedoch setzten sie sich gut zur Wehr. Nach dem ersten Viertel stand es 15:20 – ein Ergebnis, bei dem noch alles offen war.

„Im ersten Viertel haben wir eigentlich gut gespielt“, meinte auch Trainer Alai Barite. Für das, was sein Team im Anschluss bot, fand er allerdings deutlich andere Worte: „Im Prinzip ging es danach ständig bergab. Irgendwie kam dann nur noch Mist heraus.“ Sowohl defensiv als auch in im Angriffsspiel offenbarten die Titans so einige Schwächen. In der Verteidigung blieben sie zu inkonsequent und agierten vor allem bei den Rebounds zu nachlässig. Wenn die Gegner nicht trafen, boten sich ihnen somit immer wieder zweite Chancen – welche sie dann in der Regel auch nutzten.

Während die Borkener häufig zeigten, wie man mit Übersicht und guten Pässen aussichtsreiche Abschlüsse kreiert, war genau dies ein wichtiger Aspekt, der den Hersfeldern meist fehlte. Ganz gleich, ob sie es durch Zusammenspiel oder im Alleingang versuchten – nur selten schafften sie es, sich in gute Positionen zu bringen.

Mit 8:24 und 11:26 gingen das zweite und dritte Viertel klar verloren und schon vor den letzten zehn Minuten lagen die Gäste mit 36 Zählern vorn. Bis zum Ende konnten die Titans diesen Abstand nicht mehr verkürzen, ließen ihn in den Schlussminuten allerdings nur noch um einen weiteren Zähler wachsen.

„Meine Spieler standen sich selbst im Weg, sowohl körperlich als auch gedanklich“, sagte Barite. „Es war eine verdiente Niederlage.“ Das Team habe nicht das gespielt, was im Vorfeld und in den Pausen gesagt wurde, kritisierte er. Einige junge Spieler, so schiene es, würden alles manchmal nicht ernst genug nehmen.

TVH: F. Bickhardt 4, T. Bickhardt 7, Kautzsch 2, Rasuli, Rotmann, A. Sahin, S. Sahin, Schmied 19, Stein, Tatiev 12, Weizel 19

Von Kristina Marth

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