Basketball: Berg- und Talfahrt der Titans endet vorzeitig

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Blicken auf eine durchwachsene Saison zurück: Matteo Eiden (in Schwarz) und die Basketballer der TV Hersfeld Titans.

Vorzeitiges Aus nach 12 Spielen: Auch für die Basketballer  des TVH ist die Saison wegen des Coronavirus beendet. Zeit, für Hersfelds Bezirksliga-Basketballer Bilanz zu ziehen.

Was sagen die nackten Zahlen?

Zwölf Spiele, fünf Siege, sieben Niederlagen - macht unterm Strich eine eher durchwachsene Saison. Für Alai Barite und seine Mannschaft war es von Anfang bis Ende ein Auf und Ab: Nach Anlaufschwierigkeiten folgte ein starker November mit zwei klaren Siegen und einem prima Auftritt gegen den Tabellenführer. Im Anschluss konnten sie von fünf Spielen nur eines gewinnen, bevor sie zum Abschluss noch einmal zwei Punkte holten. Was die Korbdifferenz angeht, schnitten die Titans besser ab: Mit 731 zu 727 Punkten sind sie neben den beiden Spitzenreitern Borken und Fulda das einzige Team, das nicht im Minus steht.

Was lief bei den Titans gut?

Ein Platz im Mittelfeld sei zu erwarten gewesen, sagt Barite und glaubt, dass am Ende vielleicht noch Rang vier oder fünf drin gewesen wäre. Mit dem Ausgang der Saison ist er entsprechend zufrieden. Seine Mannschaft bewies in vielen Spielen, dass sie in der Liga gut mithalten kann und schaffte es vor allem gegen die Teams der Tabellenspitze, über weite Strecken eine gute Leistung zu zeigen.

Und was war negativ?

Gegen gute Teams hui, gegen schlechtere pfui: Ganz so drastisch sollte man es nicht formulieren, dennoch ist einer der größten Kritikpunkte die mangelnde Konsequenz. „Wir hatten zum Teil einfache Gegner, bei denen wir unsere Chancen leichtsinnig vergeben haben“, kritisiert Barite. „Wenn wir führen, ist es wichtig, dass wir den Vorsprung auch beibehalten und das ist uns zu oft nicht gelungen.“ Als Trainer könne man in solchen Momenten manchmal reden wie man wolle - man erreiche die Spieler einfach nicht.

Wie geht es perspektivisch weiter?

Schon in dieser Saison hat Trainer Barite zahlreiche jüngere Spieler in die Mannschaft integriert und betonte dabei immer wieder, wie wichtig es sei, ihnen Einsatzzeit zu geben. Genau so wird es auch in Zukunft weitergehen – wobei der Kader wohl größtenteils derselbe bleibt. Verzichten muss das Team künftig auf den oft gelobten Aufbauspieler Jonas Ramadanovic, den es nach dem Abitur woanders hinzieht und auch hinter zwei weiteren Stützen, nämlich Andreas Tatiev und Matteo Eiden, steht aus beruflichen Gründen ein Fragezeichen. Bei Routinier Janus Bubula hofft Barite, dass er noch eine Spielzeit weitermachen wird.

Wie lief es bei den Jugendteams?

Bei seinen drei Nachwuchsmannschaften setzt Barite schon lange nicht mehr auf Ergebnisse, sondern auf Erfahrungsgewinn und die kontinuierliche Weiterentwicklung. U14 und U18, die in ihren Bezirksligen im Mittelfeld landeten, würden sich in Zukunft steigern, ist er sicher und die U10, Spitzenreiter ihrer Liga, lobt er für jede Menge Elan und Biss.

VOn Kristina Marth

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