Basketball: Am Ende fehlt den Titans ein einziger Punkt

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Ballbesitz: Abdelkader Khemliche (rechts) von den TV Hersfeld Titans. 

Kassel. Die Hersfelder Basketballer haben in der Bezirksliga erneut eine Niederlage kassiert. Beim Rückrundenauftakt bei der ACT Kassel VII unterlagen sie am Ende 58:59 (25:21).

Ein Spiel, das er sich lieber erspart hätte – so bitter beurteilt Alai Barite den letzten Aufritt seiner Titans. „Ich habe mir eigentlich mehr erhofft“, gab der Trainer im Nachhinein offen zu. „Es war, als hätten wir plötzlich eine Krankheit gehabt, die sich auf alle übertrug.“ Barite berichtete von zahlreichen Fehlern, die sich von Beginn an durch die Begegnung zogen: „Das waren Chancen, die wir vergeben haben und Bälle, die wir hätten fangen müssen. Außerdem Dribbel- und Schrittfehler ohne Ende – zwischenzeitlich gefühlte 20 in Folge. Eigentlich aber auf beiden Seiten. Für mich war das wirklich unerklärlich.“

Von Beginn an lieferten sich beide Teams kein besonders ansehnliches Spiel. Was die Punkte anging, lief jedoch zunächst alles zugunsten der Gäste. Mit einem Lauf von 6:0 fanden die Titans gut ins Spiel und konnten sich bis zum Ende des ersten Viertels bereits auf 16:9 absetzen.

Zwar erlaubten sie sich immer wieder die vom Trainer bemängelten Fehler, doch weil auch die Kasseler nicht wirklich gut aufgelegt waren und in ihrer Chancenverwertung noch ineffizienter blieben, behaupteten sie lange Zeit die Führung. Zur Pause stand es 25:21 – und im Hersfelder Lager glaubte man an den Sieg.

Vielleicht wähnte man sich damit aber zu sicher, denn nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber immer besser ins Spiel. Mit einem Lauf von 11:2 gingen sie nach 26 Minuten erstmals in Führung und beim 38:38 am Viertelende war die Partie wieder völlig offen. Zu Beginn der letzten zehn Minuten sah es dann wieder besser für die Titans aus und als Barite sein Team fünf Minuten vor dem Ende wegen einer Schiedsrichteransetzung verlassen musste, führte dieses mit einem Vorsprung von sechs Punkten. Diesen über die Zeit zu bringen, gelang den Hersfeldern jedoch nicht. Und so mussten sie am Ende mit den kritischen Worten ihres Trainers leben.

„Wir hätten dominant sein können, haben aber viel zu viel vergeben. Die Jungs wirkten häufig einfach irritiert“, sagte dieser. Er wisse nicht, ob es eine Rolle spiele, dass es in dieser Saison keinen Absteiger gebe. „Es schien, als würde keiner unbedingt siegen wollen. Wir haben einfach wieder keinen Elan gezeigt.“ (kma)

TVH: Abdelkader 9, Eiden 10, Jede 1, Kasim 4, Kohrock, Okoli, Rasuli, Sahin, Schmied 12, Tatiev 22

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