Badminton-Training des TV Hersfeld läuft wieder an

Die ersten Matches: Claudia Müller (hinten) und Svenja Brosik.

Die Badminton-Abteilung des TV Hersfeld hat das Training wieder aufgenommen. Mit Abstand und unter Beachtung der Hygiene-Regeln.

„Hier geht’s rein“, sagt Werner Schneider. Der Sportwart des TV Hersfeld weist den Badmintonspielern den Weg in die Jahnhalle.

Als wäre das nötig. Denn „hier geht´s rein“ signalisieren in Gelb auf den Hallenboden geklebte Pfeile den Sportlern. Es geht nur in eine Richtung. Einmal Hände waschen neben den Duschen, vor denen rot-weißes Flatterband anzeigt: Die Wasserhähne bleiben noch zu. In die Halle, in die sie endlich wieder dürfen. Die Türen stehen offen, damit niemand die Klinken berühren muss. Und: Abstand, bitte. So ist das in diesen Tagen.

Aber es ist gut: „Es funktioniert“, sagt Werner Schneider, der Hygienebeauftragte von Bad Hersfelds größtem Sportverein. „Wir sind das zweite Mal wieder in der Halle.“ Aufgewärmt haben sie sich draußen, jeder für sich. Dehnübungen sind in der Halle möglich. Die Hygieneregeln des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) sind an der Hallentür angepinnt, mehrere Din-A-4-Blätter. Vier Netze sind aufgebaut, vier Felder abgeteilt. Vorn spielen Christian Aue und Gerd Trieschmann, daneben Claudia Schüler und Svenja Brosik aus der ersten TVH-Mannschaft, hinten Hobbyspieler.

„Es geht natürlich erst mal nur Einzel“, sagt Werner Schneider. „Normalerweise beginnt das Training mit dem Doppelspielen.“ Geht aber zurzeit eben nicht.

Schneider verweist auch auf aufgeklebte Kreuze auf dem Hallenboden: „Dort trainiert die Gymnastikgruppe. Jeder hat ein Kreuz als Platz.“ 27 dürften in die Halle. Schneider: „Wir lassen nur 15 zum Training. Sicher ist sicher.“

Ohne geht gar nichts: Desinfektionsmittel und Papier stehen stets bereit.

Unterdessen spielen Christian Aue und Gerd Trieschmann. Die Schläger pfeifen durch den Luftzug beim Schlag, der Ball zischt hin- und her, der Schweiß beginnt zu fließen. Nicht jeder Schlag gelingt. „Drei Monate komplette Spielpause – bei der Feinmotorik ist einiges eingeschlafen“, gibt Christian Aue zu. Aber Gerd Trieschmann ergänzt sofort: „Es macht schon mehr Spaß als letzte Woche.“

Es trainiert nur die halbe Mannschaft. Die zweite Hälfte hat die zweite Trainingsstunde „gebucht“, wärmt sich bereits draußen vor der Halle auf. Drinnen ist – mit Abstand – alles fast wie früher. Konzentrierte Ruhe bei den Ballwechseln. Kleine Pausen. Etwas trinken. Allgegenwärtig: die Sprühflasche mit dem Desinfektionsmittel. „Die Freude, dass wir wieder loslegen, ist bei allen da“, sagt Werner Schneider zufrieden.

Finden auch Claudia Schüler und Svenja Brosik, die neben Aue und Trieschmann spielen. „Langsam wird’s wieder“, lautet ihr Urteil. Kurz darauf werden sie die Halle durch die Seitentür verlassen und für die nächste „Schicht“ Platz machen. Auf dem Weg, den die Pfeile weisen. „Hier geht’s raus“, sagt Werner Schneider dann.

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