Titans überraschen beim Favoriten

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Marcel Weizel von den Titans hat sich, fei schwebend in der Luft, den Ball geangelt. Die Aktion wird beobachtet von Sebastian Kautsch (Nummer 15), Falko Bickhardt (links) und Selin Sahin.

Fulda. Als Außenseiter hingefahren, als Sieger den Heimweg angetreten: Für die Bezirksliga-Basketballer des TV Hersfeld lief es am Wochenende rund. Obwohl ihnen im Derby beim DAFKS Fulda gleich mehrere ihrer Stammspieler fehlten, zeigten sie eine gute Leistung und belohnten sich am Ende mit einem Sieg. Die Titans gewannen 70:59 (32:36).

Von Beginn an präsentierten sie sich angriffslustig und nahmen den Gastgebern schon früh den Wind aus den Segeln. „Eigentlich hatten wir ja mit einer aggressiven Offensive von ihnen gerechnet“, erzählte Alai Barite ein wenig erstaunt. „Die Verteidigung meiner Jungs, da muss ich ihnen echt ein Lob aussprechen, hat den Gegnern aber richtige Schwierigkeiten gemacht.“ Normalerweise würden die Fuldaer sehr viele Würfe von außen nehmen, erklärte Barite. Genau dies hätten seine Spieler jedoch verhindert, indem sie eine flexible Zone spielten.

Gute Defensivarbeit 

Mit ihrer guten Defensivarbeit legten die Titans den Grundstein zum Erfolg - und zeigten auch im Spiel nach vorn insbesondere zu Beginn der Begegnung nur wenige Schwächen. Im ersten Viertel hätten sie den Ball gut rotieren lassen, lobte der Trainer. Läuferisch habe die Leistung ebenfalls gestimmt. Nach 18:16-Führung nach zehn Minuten ließen die Hersfelder allerdings ein wenig nach und lagen zur Halbzeitpause und auch nach dem dritten Viertel ganz knapp mit vier Zählern zurück. Über weite Strecken sei man hier zu nachlässig gewesen, urteilte Barite, zudem habe er in Teilen des Teams auch eine gewisse Überheblichkeit gesehen.

Ein Ruck ging 

Gleich zu Beginn des letzten Viertels ging dann allerdings wieder ein Ruck durch die Mannschaft - bei dem ganz sicher auch eine Rolle spielte, dass sich Fuldas Spielertrainer Toni Jurcevic kurz zuvor durch drei Fouls innerhalb einer Minute selbst aus dem Spiel genommen hatte. „Wir hatten Probleme mit ihm“, gab Barite zu. Als er dann jedoch auf der Bank Platz nehmen musste, habe die Stunde seiner Mannschaft geschlagen.

Stolz auf das letzte Viertel 

Gegen eine Umstellung in der Titans-Offensive wussten die Gastgeber nun nicht mehr viel auszurichten und so gingen die letzten zehn Minuten mit 21:6 an die Gäste. Insbesondere auf diese Phase war der Trainer anschließend stolz: „Da haben wir endlich mal nicht das Brecheisen anwenden wollen, sondern wirklich mit Kopf über die Positionen gespielt.“ Seine Jungs hätten dabei klar gezeigt, welches Potenzial eigentlich in ihnen steckt. (kma)

TVH: F. Bickhardt 4, T. Bickhardt 23, Kasim, Kautzsch 8, Rasuli 1, A. Sahin, S. Sahin 4, Schmied 19, Weizel 11

Von Kristina Marth

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