Juniorenfußball

Aulatals A-Juniorenkicker unterliegen Bad Soden mit 0:1

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Zählbares sprang dieses Mal nicht heraus für Aulatals A-Junioren Nils Wolf (rechts) und seine Elf.

In ihrem Heimspiel-Debüt der frischen Verbandsliga-Runde überließen die A-Junioren-Fußballer des JFV Aulatal ihrem Kontrahenten im Regionalderby, dem JFV Bad Soden, drei Punkte.

Kirchheim – Das war in doppeltem Sinne ärgerlich: 0:1 (0:1) hieß es aus Sicht des Gastgebers.

Ärgerlich, weil es Aulatals fast komplett erneuertem Team nicht gelang, auch nur ansatzweise an die starke Leistung der Saisonpremiere, dem 0:0 beim favorisierten SC Waldgirmes, anzuknüpfen. „Bei vielen hat die Einstellung nicht gestimmt“, sagte Felix Bodes aus dem Trainer- und Betreuerteam des Gastgebers. „Da ist es im Endeffekt auch egal, ob man auf 15 Mann sauer ist – wenn man weiß, dass es alle besser können.“

Ärgerlich auch, weil Aulatal den Eintritt in die Partie regelrecht verpennte, gar nicht auf der Höhe war, fast nur reagierte, nebenherlief, den Kontrahenten gewähren ließ und vor allem im Mittelfeld große Räume anbot. Diese Defizite des Gastgebers nutzte Bad Soden zum Siegtreffer nach 16 Minuten: Der wuchtige Patrik Zängerle spielte sich per Doppelpass mit Gästekapitän Adrian Köpf durch – Zängerle schloss zielstrebig ab. Neben Köpf trieb Luca Härtel Bad Sodens Spiel immer wieder an. Zu behaupten, das Siegerteam wäre deutlich überlegen gewesen, entspräche nicht der Realität. Robuster, giftiger und energischer im Zweikampf war es bei äußerst hohen Temperaturen – aber nicht wirklich stark.

Ein typisches 0:0-Spiel – wenn Aulatal von Beginn an dagegengehalten hätte. Dass es eine Spur besser geht, zeigte der Gastgeber nach der ersten Trinkpause Mitte der ersten Hälfte. Mutiger wurde er plötzlich, stand defensiv stabiler. Nach gut getimtem Ball des Innenverteidigers Luca Willems befand sich Luca Scheuermann im Strafraum in günstiger Position, sein Querpass war gut gemeint, fand aber nicht sein Ziel (23.). Auch Daniel Simenkov hatte Pech, als er hinter seinen Kopfball keinen Druck bekam (34.). Die verheißungsvollste Chance bot sich Kapitän Nils Wolf, als er überrascht schien nach Lennard Skrabals passender Flanke und per Kopf vorbeizielte (45.).

Das aber war’s fast mit Durchschlagskraft und Torgefahr beim Gastgeber. Viel tat sich im zweiten Abschnitt nicht mehr – selten war die Geschichte eines Spiels so schnell erzählt. Vor allem die Offensivkräfte bewegten sich wenig und übten wenig bis gar keinen Druck auf Ball und Gegner aus – von Biss in Aulatals Vorgehen zu sprechen, wäre weit hergeholt. Eine nennenswerte Szene bleibt übrig – direkt nach einer Umstellung. Leonard Christen, ebenfalls ein Neuer, rückte nach einer Stunde von seiner linken Verteidigungsposition eine Station nach vorn – und hätte nach Wolfs feinem Pass fast getroffen. Sein Schuss ging knapp übers Tor.

„Jetzt müssen wir halt hoffen, beim Aufsteiger VfB Wetter zu punkten“, sagte Bodes noch. Am kommenden Samstag, 15 Uhr.

Aulatal: Bickel - Beck, Willems, Nils Wolf, Christen - Skrabal, Veapi - Scheuermann, Yaman, Simenkov - Krapp sowie Smirnow, Hagedorn, Pletsch Bad Soden: Hinkel - Fedotov, Poole, Niclas Wolf, Kahveci, Härtel, Talib, Köpf, Catovic, Süsin, Zängerle sowie Moritz, Kohlhepp, Holzapfel, Nix SR: Jonek (Ihringshausen) Das Tor:0:1 Zängerle (17.)

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