Aulatal gelingt Befreiungsschlag

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Erstmals in diesem Jahr dabei – und gleich unter den Torschützen: Aulatals Leonhard Käsmann (vorn), der zum 2:0-Endstand traf.

Dieser Erfolg war wichtig: Die A-Juniorenfußballer des JFV Aulatal haben im regionalen Derby die JSG Nüsttal/Hofbieber/Dammersbach mit 2:0 (1:0) bezwungen.

Diesen dreifachen Punktgewinn wollten die A-Junioren-Fußballer des JFV Aulatal unbedingt – und sie bekamen ihn. Drei Tage vor dem Schlüsselspiel im Kampf um den Klassenerhalt der Verbandsliga Nord beim 1. FC Schwalmstadt rang Aulatals Nachwuchs im regionalen Derby die JSG Nüsttal/Hofbieber/Dammersbach mit 2:0 (1:0) nieder.

Wie eine Befreiung wirkte der Sieg für Aulatals Nachwuchs auf der schmucken Sportanlage Am Hattenberg. Anspannung war Erleichterung gewichen. Doch ehe es soweit war, musste Aulatal tüchtig arbeiten. Auch wenn der Gastgeber seine Aufgabe konzentriert, kämpferisch stark und mutig als Team anging – der stark ersatzgeschwächte Kontrahent zeigte durch zielstrebiges Spiel nach vorn, was er drauf hat. Sein Manko aber: Er nutzte seine Chancen nicht.

Ehe Aulatal nach knapp einer halben Stunde führte, vergaben Luca Hohmann aus halbrechter Position, der schnelle, im Abschluss aber bisweilen ungestüme Max Stadler (20.), der in der neuen Serie für Steinbachs Herren kickt, und nochmals Hohmann aus spitzem Winkel (25.). Das bestrafte der Gastgeber.

Der junge Lennard Skrabal, unermüdlich auf der „Zehn“, bediente Leonard Piranty über rechts – und Aulatal führte. Nüsttal/Hofbieber/Dammersbach übte sich weiterhin im Auslassen bester Möglichkeiten. Aulatals Keeper Jannis Bämpfer rettete Eins-gegen-eins gegen Stadler (32.), und Gäste-Kapitän Jonas Budenz zielte am langen Eck vorbei (39.).

Dieses Unvermögen bestrafte Aulatal ein zweites Mal – und spielentscheidend. Nicht mal fünf Minuten waren nach Wiedergebinn vorüber, als Leonhard Käsmann zum 2:0 traf. Per Kopf, Zulieferer war erneut Skrabal, dieses Mal mit gefühlvoller Flanke. Der Gastgeber arbeitete sich zunehmend besser in die Partie hinein, gewann an Festigkeit und Stabilität – nicht zuletzt, weil Aron-Peter Leiding und Kevin Kunze auf der Doppel-Sechs ihrem Team ein Gerüst verliehen. Leiding stopfte, wo er nur konnte, und gewann, wie immer, Zweikämpfe – Kunze riss das Spiel mit Ballsicherheit, Ideen und Rhythmus-Gefühl an sich.

Als Bämpfer erneut gegen Stadler gerettet hatte und Niklas Schuhmanns Nachschuss übers Tor ging (53.), war erkennbar, dass der Gast an diesem Tag kaum treffen würde.

Neues aus dem Hause Beck: Während Vater Torsten, lebende Sport-Identifikationsfigur Aulatals, abends seinen 50. Geburtstag feierte, hatte sein Sohn Johann wieder einmal 60 Prozent stabiler Leistung in Aulatals Mannschaftstopf geworfen.

Aulatal: Bämpfer - Johann Beck, Wolf, Völker, Hagedorn - Leiding, Kunze - Piranty, Skrabal, Manß - Käsmann sowie Krapp, Scheuermann, Yildiz Nüsttal/Hofbieber/Dammersbach: Meyer - Leon Beck, Budenz, Romstadt - Gradl, Herrmann - Kirchner, Nils Schuhmann, Hohmann, Tawkoli - Stadler sowie Birkenbach SR: Auerswald (Sontra),Tore:1:0 Piranty (29.), 2:0 Käsmann (50.)

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