Juniorenfußball 

1:1 - Aulatal bringt Favorit ins Wanken

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Sorgte für Aulatals Führung: Luca Willems. Nach 21 Minuten traf er per Kopf aus Nahdistanz zum 1:0. 

Bester Laune waren die Aulataler A-Junioren-Fußballer, nachdem sie in in der Verbandsliga Marburg ein 1:1 abgerungen hatten.

Erneut – und zum dritten Mal in Folge – hatte der Gastgeber bewiesen, mit einem Spitzenteam der Liga konkurrieren zu können.

Überzeugend war Aulatals kämpferischer Auftritt – auch wenn ihm der arg nasse, glitschige und kräfteraubende Untergrund, der es den Spielern bisweilen schwer machte, einen Stand zu finden, als Außenseiter in die Karten spielte. Das gastgebende Team setzte dem Favoriten von Beginn an zu, agierte mit Herz, Mut und positiver Körpersprache – und verdiente sich den Punktgewinn redlich.

Schon in der Anfangsviertelstunde besaß Aulatal zwei gute Möglichkeiten, als Willems’ Kopfball knapp übers Tor ging (9.) – und der ideen- und fintenreiche Skrabal nach einer Eins-gegen-eins-Situation im Abschluss-Pech war (15.).

Bis der Gastgeber nach gut 20 Minuten in Führung ging: Nach Skrabals Freistoß agierte Krapp zunächst unglücklich, brachte den Ball im zweiten Versuch unmittelbar vors Tor – dort wehrte Marburg erst Simenkovs Kopfball ab, im Nachsetzen aber bugsierte der aufgerückte Innenverteidiger Willems die Kugel per Kopf über die Linie.

Ehe das JFV-Team seinem Kontrahenten die erste Chance im Abschluss bot und seine Kompaktheit verlor – Preisig verzog aber aus halblinker Position. Wenig später glich der Gast aus, und Aulatal ließ erkennen, dass Ordnung und taktisches Verhalten zu verbessern sind: Kapitän Wolf versuchte den gegnerischen Spielaufbau zu stören, verließ seine Position, der Gastgeber spielte auf Abseits, das umstritten schien – Stein war’s egal und traf zum Ausgleich.

Auch im zweiten Abschnitt nahm Aulatal seinen couragierten Faden auf, und Luis Veapis Schuss lenkte Gästekeeper Klingelhöfer zur Ecke (49.). Pech war’s, als Skrabal eins-gegen-eins hängen blieb. Das Glück hatte Aulatal indessen nach gut einer Stunde in einer „Doppel-Chance“ des Gegners gepachtet: Bremers Abschluss landete abgefälscht knapp neben dem Pfosten – und der Kopfball des völlig freistehenden Stein ging aus Nahdistanz knapp übers Tor. Ohne Frage investierte Marburg in der zweiten Hälfte mehr – es fehlten aber Biss, Entschlossenheit und Siegeswille auf einem nicht so gut bespielbaren Platz, auf dem zuerst kämpferische Elemente gefragt sind. So entpuppte sich Aulatal als klarer Punktsieger. Auch in der Schlussphase warf der Gastgeber sein Herz auf den Platz und brachte Leidenschaft ein – das Siegtor blieb dem JFV-Team verwehrt. Krapp, der sich im zweiten Durchgang erheblich steigerte, scheiterte am Gästekeeper (72.), auch Skrabal zapfte letzte Körner an (75.) – und das Zusammenspiel beider Aulataler Kicker endete glücklos. Skrabal bediente Krapp, der rasselte außerhalb des Sechzehners mit Torwart Klingelhöfer zusammen, setzte nach – und ein Gäste-Abwehrspieler beförderte Krapps Schuss aus spitzem Winkel vor dem Überschreiten der Torlinie ins Aus. Der Rest war Aulataler Stolz.

Aulatal: Bickel - Schmier, Wolf, Yilmaz, Pletsch - Beck, Willems - Krapp, Veapi, Simenkov - Skrabal sowie Scheuermann, Hagedorn

Marburg: Klingelhöfer - Cakar, Lotz, Seewald, Weber - Preisig, Lulac, Schall, Flühe - Kaisinger, Stein sowie Schlutheis, Bremer, Neufeld SR:Justin Herbert (Schwarzbach) Tore: 1:0 Willems (22.), 1:1 Stein (32.)

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