Aulatal bezwingt Hülsa

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ReserveCup-Sieger 2108: die SG Aulatal. Arnold Stricker (links) freut sich über den Erfolg im Finale.

Ransbach. Stets waren die Fußballer der SG Aulatal beim ReserveCup des TSV Ransbach vertreten in 25 Jahren – jetzt hat es geklappt: Mit dem 4:2 im Endspiel gegen die SG Hülsa schnappte sich Aulatal erstmals den Turniersieg des beliebten Wettbewerbs.

Der Erfolg des Tagesbesten glich einem permanenten Kampf ums sportliche Überleben, wiederholt kam Aulatal nach Rückständen zurück und bewies tolle Moral – das von seinem Spielertrainer Viktor Kibenko geführte Team verdiente sich den Turniersieg redlich. Ob in der stark besetzten Zwischenrundengruppe mit den Widersachern auf Augenhöhe, Braach und Philippsthal – oder in den K.o-Spielen in Viertel- und Halbfinale, als Aulatal sowohl gegen Hohenroda (2:1 nach 0:1) als auch gegen Ausbach/Friedewald (3:1 nach 0:1) seine Partien drehen musste.

Anderer Verlauf

Im Finale gegen Hülsa, das zuvor fußballerisch überzeugt hatte, aber war alles anders. Durch Heiko Richhardt ging das aggressivere Aulatal früh in Führung – und das 2:0 kratzte nicht nur an Hülsas Selbstverständnis, es zeigte auch, wie einfach und toll Hallenfußball geht.

Nico Fälber, der dieses Mal in der Kiste stand, bediente Marcel Naumann, der leitete mit Schläue und Spielintelligenz direkt weiter zum Torschützen Dominik Kuhl. Hülsa war angeschlagen – und das 3:0 des Schlüsselspielers Kibenko war eine Vorentscheidung: Eine Energieleistung war’s, als er Yannik Hahls Ecken-Ablage hoch ins lange Eck drosch.

Hülsa kam durch ReserveCup-Dauergast Matthias Mönch und Ronald Kucari bis auf ein Tor heran – Kuhls 4:2, ein harter Abschluss nach Kibenkos Ablage, bescherte Aulatal indessen den Turniersieg. „Wir haben eine gute und kompakte Mannschaftsleistung gezeigt“, freute sich Kibenko. „Unser Start war nicht so einfach, wir haben aber toll zusammengespielt und gekämpft und waren am Ende auch stärker als unsere Gegner. Unser Sieg war erarbeitet.“ Einen Motivationskniff warf Markus Pflanz, Trainer der Ersten, in den Ring. „Jungs, jetzt seid ihr im Finale. Wer weiß, wann ihr das nochmal erlebt?“

Vielleicht war’s ein Stückchen Trost, dass die SG Hülsa zwei Einzelpreise einheimste: In Santos, einem Spieler aus Sierra Leone, der im Freien Feldspieler ist und in Ransbach überragend hielt, stellte sie den besten Torwart – während sich Luca Eckhardt und Ronald Kucari den Titel des besten Torschützen (je 11) teilten.

Platz drei sicherte sich die SG Ausbach/Friedewald, die den starken TV Braach vom Punkt aus besiegte. Die FSG Hohenroda blieb im Viertelfinale an Aulatal hängen, Vorjahressieger Philippsthal (mehr als unglücklich) und Sorga/Kathus scheiterten in der Zwischenrunde.

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