Juniorenfußball-Verbandsliga

Aulatal bestraft Bad Soden beim 4:1

Traf binnen 14 Minuten drei Mal: Aulatals Jannik Hofmann (Mitte im schwarzen Trikot). Rechts beobachtet sein Mitspieler Leo Käsmann.  

Breitenbach/Herzberg. Wer dieses Spiel nicht erlebte und sich nur am nackten Ergebnis orientiert, wird sich denken: klare Geschichte. Wer es erlebte, konnte einschätzen, dass es genau andersherum hätte enden können. Die Rede ist vom 4:1 (1:1)-Sieg der A-Junioren-Fußballer des JFV Aulatal gegen den JFV Bad Soden in der Verbandsliga. Der Gastgeber bestätigte seine glänzende Saison als Fünfter – der Kontrahent kämpft weiter um den Erhalt der Klasse.

Vergleiche, in denen ein Team ein derartiges Plus an Torchancen besitzt und sie wegen einer Mischung aus Pech und Defiziten im Abschluss nicht verwerten kann – und einem Gegner, der das Spiel dank gewonnener und erarbeiteter Reife gewinnt, sind selten. Zwar ging Aulatal früh in Führung, als Skrabal Hofmann präzise in den Raum bediente, der den Keeper umkurvte, den kurzen Pfosten traf und Käsmann abstaubte – dann aber bestimmte Bad Soden die Partie.

Physisch stark und präsent

Der Gast präsentierte sich robust, körperlich präsent und als Team, dem man anmerkte, drei Punkte für den Klassenerhalt zu wollen. Ehe Aulatal in Führung ging, besaß Bad Soden schon drei Möglichkeiten; bei der verheißungsvollsten siegte „Feldspieler-Torwart“ Nils Schuhmann Eins-gegen- eins gegen Busch.

Kirchner traf bald zum Ausgleich – bis zur Pause ließ das Gästeteam drei dicke Gelegenheiten zum Torerfolg liegen, bei denen Schuhmann erneut zweimal der Sieger blieb (21., 30.). Aulatals Trainer Veapi, der sein Team kräftig umbauen musste an diesem Tag, reagierte auf die Dominanz des Kontrahenten, nahm den zweikampfstarken Schlensog in die Innenverteidigung zurück und brachte mit dem eingewechselten Khan mehr Körperlichkeit ins Vorgehen seines Teams, das Probleme hatte, Räume auf der halblinken Defensivseite zu schließen.

Der x-te Versuch

Aulatal fand besser zu sich, die Überlegenheit des Gegners aber setzte sich fort. Ilir vergab zweimal aussichtsreich – und als Sulejmanovics krachender Schuss an die Unterkante der Latte ging, von dort wieder ins Feld zurücksprang und Bad Soden im x-ten Versuch nicht getroffen hatte (62.), wendete sich das Geschehen der unterhaltsamen Partie. Bad Soden hatte sein Pulver verschossen – und Aulatal bestrafte das.

Ließ das Team noch Chancen von Käsmann (69.) und Hofmann (75.) liegen, klappte es Sekunden später: Nachdem Skrabal zunächst fintierte und dann zu Hofmann ablegte, traf der Konterspieler, wie er im Buche steht, zum 2:1 (76.). Hofmann legte noch zwei Tore nach – zunächst nach toller Käsmann-Vorarbeit, später hob er den Ball über Bad Sodens Keeper. Das Spiel schrieb eine Geschichte, die nur der Fußball bereithält. In dem nicht Verdienste und Mühen eines Teams belohnt wurden, sondern Substanz und Reife des Gegners. DEN HUT ZIEHEN

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