Aulatal auf Augenhöhe, verliert aber 

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Hatte sich kurzfristig beim Warmmachen verletzt: Aulatals Verteidiger Simon Müller (rechts), hier im Spiel gegen Oberzell/Züntersbach. 

Zweimal 0:2 - Die SG Aulatal blieb an diesem Wochenende in beiden Begegnungen der Fußball-Gruppenliga ohne Punkte. 

Treffender als Adrian Veapi hätte es niemand ausdrücken können. Die Offensivkraft der Gruppenliga-Fußballer der SG Aulatal sagte am Ende eines verregneten Abends und dem 0:2 (0:1) des gastgebenden Aufsteigers gegen den Favoriten aus Hosenfeld: „Wir können auf Augenhöhe mitspielen. Bei uns läuft jeder für jeden.“

Auch im zweiten Spiel der jungen Saison zeigte Aulatal, was im Team steckt. Man kann auch sagen: Der Aufsteiger bot gegen den Titelanwärter eine taktisch reife Leistung und begegnete ihm auf Augenhöhe. Diszipliniert, die Räume geschickt verengend, ballsicher und immer wieder mit Lösungen auf engstem Raum – und mit Adrian Veapi, der sich immer wieder behauptete und zeigte, was in ihm steckt, sowie mit Moritz Wernick, der vor dem Sechser-Duo Weber und Schuch eingesetzt wurde, als herausragenden Einzelspielern.

Alles gut – und auch Trainer Ernest Veapi hatte nichts zu meckern. Nur so viel: „Das 0:1 war der erste gefährliche Schuss auf unser Tor.“ Es war der einzig taktische Fehler des Gastgebers, als Hahl zunächst nicht auf seinen Gegenspieler „draufschob“, Gästekicker Christian Lehmann bei seinem Flachschuss nicht angegriffen wurde, Aulatals Keeper Fabian Lepper prallen ließ – und Loic Djounang im zweiten Versuch traf.

Nachher hatte Nils Fischer Pech mit zwei Flachschüssen (30., 37.) – und bei seinem explosiven Schuss aus der Drehung zeigte Hosenfelds Keeper Grösch einen tollen Reflex (32.). Nach der Pause wurde das sehenswerte Duell, bei dem beide Teams Fußball spielen und in dem um jeden Zentimeter Raum gefightet wurde, noch kampfbetonter – Starkregen hatte eingesetzt. Viel passierte nicht mehr. Bis in die Schlussminuten.

Erst verpasste der im Aufbau starke Chieuteu die Vorentscheidung (79.), dann pfiff der Schiedsrichter dem Gastgeber eine Vorteils-Situation ab (81.), besetzte Aulatal nach zwei gefährlichen Fischer-Eingaben nicht das Zentrum und den zweiten Pfosten des gegnerischen Tores (84., 86.) – und abschließend traf Haile Negussie nach Djounangs Rückpass nach einem Konter zum entscheidenden 2:0 für Hosenfeld. „Da war mehr drin“, befand Ernest Veapi. „Die Jungs haben alles gegeben, alles reingehauen. Wenn wir ein bisschen Glück gehabt hätten...“

Lob erhielt er vom gegnerischen Trainer. „Aulatal besitzt ’ne gute Mannschaft. Die musst du erst mal bespielen“, meinte „Rodi“ Gajic. Doch er lobte auch sein Team. „Wir sind ruhig geblieben und haben versucht, den Ball laufen zu lassen. Wir waren um das eine Tor besser, und ich verlange von meiner Mannschaft bei solchen Partien nicht, die Zauberkiste zu öffnen. Diese Spiele sind wichtig.“

FT Fulda - SG Aulatal 2:0 (0:0).Wie schon am Freitag, so hieß es auch gestern 0:2 aus Aulataler Sicht. Und man hätte fast eine Schablone über beide Partien legen können. „Wir haben diszipliniert und motiviert gespielt. Haben wenig zugelassen und hatten einige Abschlüsse“, sagte Gästekapitän Steffen Schneider, „bis zum 0:1.“ Das fiel nach gefälliger Leistung Aulatals Mitte des zweiten Abschnitts, durch einen Foulelfmeter. Und den nahm Schneider auf seine Kappe. „Da bin ich in einem Laufduell übermotiviert zu Werke gegangen und habe unnötig gefoult.“ Danach warf Aulatal alles nach vorn – und kassierte, wie schon am Freitag, nach einem Konter Tor Nummer zwei.

Tore:1:0 Florian Möller (65., FE), 2:0 Franz Voland (87.)

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