NACHSPIELZEIT

Aufatmen und anfangen

Hartmut Wenzel, Sportredakteur Hersfeld
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Hartmut Wenzel

In dieser Wochenend-Kolumne geht es um die Aufhebung der Beschränkungen nach der Corona-Krise, um die Vorbereitung bei den Fußballern und Erinnerungen an die Bayern in Friedewald.

Aufatmen bei den Mannschaftssportlern in ganz Hessen: Nachdem gestern die Landesregierung bekannt gegeben hat, dass die bisherigen Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie für den Spiel- und Trainingsbetrieb zum 1. August aufgehoben werden, sind die Übungseinheiten wieder uneingeschränkt möglich. Darauf freuen sich insbesondere die Amateurfußballer, Handballer und Basketballer, die nun mit voller Kraft in die Vorbereitungsphase für die kommende Saison, die im September beginnen soll, starten können. Endlich – werden viele sagen. Denn ein halbes Jahr ohne Fußball oder Handball - das hat bei dem ein- oder anderen doch tüchtig an den Nerven gezerrt.

Einige haben es sich nicht nehmen lassen, auch in der Pause auf den Platz zu gehen. So wie die SG Festspielstadt/SVA/SpVgg aus der Fußball-Kreisoberliga beispielsweise, die durchtrainiert hat. Ganz einfach, um die Form zu halten. Was sinnvoll war, da bei den meisten Teams die Urlaubszeit mit Mannschaftsfahrten nach Mallorca oder Willingen ohnehin ins Wasser fiel. Wer durchtrainiert hat, der kann sich vor dem Saisonstart auch die ein- oder andere intensive Konditionseinheiten in der Vorbereitungsphase sparen.

Auch der SV Steinbach hat bereits mit dem Training begonnen. Der Verein, der nach dem Saisonabbruch in der Fußball-Hessenliga verbleiben darf, kann mit Jannik Hofmann wieder einen Zugang aus dem Hersfelder Raum vermelden, nachdem mit Fabian Koch einer aus der Aulataler Talentschmiede zurück nach Niederaula gegangen ist. Im Gegensatz zur Festspielstadt haben die Steinbacher allerdings in den letzten Wochen größtenteils pausiert. Trainer Paliatka wird in der Vorbereitung einige Konditionseinheiten einbauen müssen. Ob das hilft? Die Konkurrenz, vor allem aus Südhessen, hat mächtig aufgerüstet. Ein erneuter Klassenerhalt wäre jedenfalls eine riesige Überraschung.

Es ist eine Erinnerung, die ewig bleibt: Vor 20 Jahren schlugen die Herzen der Bayern-und Bundesligafans höher, als der deutsche Rekordmeister zum Trainingslager in Friedewald gastierte. Jeder Besucher und jeder der Helfer hat eigene Gedanken an diese Tage im Juli 2000. Zum Beispiel der Hohenrodaer Fußballer Robert Peter, der aus Friedewald stammt. Er besaß damals als kleiner Bub einen neuen Pullover, den einer der Profis handsignierte. Danach war der kleine Robert aber ganz traurig. Die Episode hat Auswirkungen - bis heute. Denn Peter ist Dortmundfan. Sein Lieblingsspieler ist der Brasilianer Dede, der zur Jahrtausendwende bei den Gelb-Schwarzen spielte. Er sei fußballerisch überragend, gebe niemals ein Spiel auf. Und, so schreibt Peter weiter, der Fußballschuhe im Herzen trage.

Schönes Wochenende und bleiben Sie gesund!

Von Hartmut Wenzel

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